«Ist ihm gerade recht!» rief Sikes und suchte sich von dem Mädchen loszumachen. «Laß mich los, oder ich renn dir den Kopf gegen die Wand!»
«Ist mir alles gleichviel, Bill, ist mir alles gleichviel», schrie das Mädchen, sich heftig gegen ihn sträubend; «er soll nicht von dem Hunde zerrissen werden, und wenn es mein Tod ist!»
«So!» tobte Sikes; «sollst nicht lange warten auf deinen Tod, wenn du nicht im Augenblick ablässest!»
Er schleuderte sie in die fernste Ecke des Gemachs, gerade als der Jude, Jack und Charley den Flüchtling wieder hereinschleppten.
«Was gibt's hier?» fragte Fagin.
«Ich glaube, die Dirne ist toll geworden», erwiderte Sikes in Wut.
«Nein, ich bin nicht toll», rief Nancy blaß und atemlos dazwischen; «nein, Fagin, glaubt's nicht!»
«Dann sei ruhig – willst du wohl?» sagte der Jude mit drohender Gebärde.
«Das will ich auch nicht!» erwiderte Nancy mehr schreiend als redend. «Was willst du nun?»
Mr. Fagin war mit den Sitten und Gebräuchen der Spezies von Menschenkindern hinlänglich bekannt, welcher Miß Nancy angehörte, um sich ziemlich überzeugt zu fühlen, daß es einigermaßen gefährlich sein würde, die Unterhaltung mit ihr für den Augenblick fortzusetzen. Er wendete sich daher, um die Aufmerksamkeit der Gesellschaft abzulenken, zu Oliver.