«Ich danke Ihnen recht sehr, Mr. Bumble; ich bin Ihnen in der Tat für Ihre Liebenswürdigkeit sehr verbunden.»
Mr. Bumble nickte gnädig in Anerkennung der Höflichkeit Mrs. Manns, und erkundigte sich sodann nach dem Befinden der Kinder.
«Gott segne ihre lieben kleinen Herzchen», erwiderte Mrs. Mann bewegt; «sie befinden sich den Umständen angemessen wohl, die lieben Kleinen! Natürlich bis auf die zwei, die vergangene Woche gestorben sind, und den kleinen Dick.»
«Geht es mit dem Jungen immer noch nicht besser?» fragte Mr. Bumble. Mrs. Mann schüttelte den Kopf.
«Er ist ein schlecht beanlagtes, lasterhaftes Parochialkind mit üblen Angewohnheiten», sagte Mr. Bumble ärgerlich. «Wo ist er?»
«Ich werde ihn Ihnen in einer Minute herbringen, Sir», gab Mrs. Mann zur Antwort.
Nach einigem Suchen wurde Dick entdeckt und nach gründlicher Säuberung unter der Pumpe Mr. Bumble vorgeführt.
Das Kind war bleich und mager; seine Wangen waren eingesunken und seine Augen groß und fieberisch glänzend. Die armselige Parochialkleidung, die Livree seines Elends, hing schlotternd um seinen schwächlichen Körper, und seine jungen Glieder waren welk wie die eines alten Mannes.
«Wie geht es dir?» fragte Mr. Bumble den Knaben, der zitternd dastand und seine Augen nicht vom Fußboden zu erheben vermochte.
«Ich glaube, daß ich bald sterben muß,» erwiderte der kleine Patient, «und ich freue mich auch recht darauf, denn ich habe ja keine Freude hier. Sagen Sie doch Oliver Twist, wenn ich erst tot bin, ich hätte ihn sehr lieb gehabt und tausendmal an ihn gedacht, wie er allein und hilflos umherwandern müßte –»