„Ich kenne den Mann, Conducteur,“ sagte Mr. Lorry, indem er wieder auf die Straße hinabtrat, wobei ihm die beiden anderen Passagiere mehr rasch als höflich beistanden und darauf sofort in die Kutsche kletterten, die Thür zumachten und das Fenster hinaufzogen. „Er kann herankommen; es ist Alles in Ordnung.“

„Ich will das hoffen, gar zu sicher sieht es mir noch nicht aus“, sagte der Conducteur, immer noch vor sich hinbrummend. „Heda, Mann!“

„Nun ja, hier bin ich!“ sagte Jerry, noch heiserer als vorher.

„Kommt im Schritt heran! Hört Ihr’s? Und wenn Ihr Halfter an Eurem Sattel habt, so nehmt Euch in Acht, daß Ihr nicht mit der Hand ihnen zu nahe kommt. Denn ich bin ein Teufel im Falschverstehen, und wenn ich was falsch verstehe, so wird gleich Blei daraus. Nun wollen wir einmal sehen, wen wir haben.“

Ein Pferd und ein Reiter kamen langsam aus dem wirbelnden Nebel und an die Seite der Postkutsche, wo der Passagier stand. Der Reiter beugte sich herab und übergab, indem er den Conducteur ansah, dem Passagier ein kleines zusammengebrochenes Papier. Das Pferd des Reiters war außer Athem, und sowohl Pferd wie Reiter waren von den Hufen des Pferdes bis zu dem Hute des Mannes mit Koth bespritzt.

„Conducteur!“ sagte der Passagier in ruhigem und zuversichtlichem Geschäftstone.

Der wachsame Conducteur, mit der rechten Hand am Kolben der halb erhobenen Donnerbüchse, mit der linken am Rohr und mit dem Auge auf dem Reiter, antwortete kurz: „Sir!“

„Es ist Nichts zu fürchten. Ich bin von Tellson’s Bank. Ihr müßt Tellson’s Bank in London kennen. Ich reise in Geschäften nach Paris. Eine Krone Trinkgeld. Ich kann dies lesen?“

„Wenn Ihr rasch macht, Sir!“

Er brach den Brief beim Lichte der Kutschenlampe auf und las, erst für sich und dann laut: Warten Sie in Dover auf Mademoiselle. „Es ist nicht lang, wie Ihr seht, Conducteur. Jerry, sagt, meine Antwort wäre: Wiederauferstanden.“