Die Defarge’s, Mann und Weib, erreichten beim Sternenschein in ihrem schwerfälligen Wagen das Thor von Paris, welches das natürliche Ziel ihrer Fahrt war. An dem Wachthause desselben ward — wie gewöhnlich — angehalten und wie gewöhnlich kamen Laternen heraus, um wie gewöhnlich zu fragen und zu examiniren. Monsieur Defarge stieg aus, denn er kannte dort einen oder zwei von den Wache habenden Soldaten und Einen von der Polizei. Letzterer war sein vertrauter Freund und er umarmte ihn zärtlich.
Als Saint Antoine die Defarges wieder in seinem Schooß aufgenommen und sie aus der Kutsche ausgestiegen, um ihren Weg zu Fuß durch den schwarzen Schlamm und den Unrath seiner Straßen sorgsam fortzusetzen, fragte Madame Defarge ihren Mann: „Sage, mein Freund, was hat Dir Jacques von der Polizei mitgetheilt?“
„Diesmal sehr wenig, aber Alles, was er weiß. Es ist ein neuer Spion für unser Quartier angestellt. Es können noch viele andere sein, aber er weiß nur von einem.“
„Gut!“ sagte Madame Defarge und zog die Augenbrauen mit kühler Geschäftsmiene in die Höhe. „So müssen wir ihn in unser Register aufnehmen. Wie heißt der Mann?“
„Es ist ein Engländer.“
„Um so besser. Wie heißt er?“
„Barsad,“ sagte Defarge mit französischer Aussprache. Aber er hatte ihn sich so genau vorsagen lassen, daß er ihn alsdann ganz richtig buchstabirte.
„Barsad,“ wiederholte Madame. „Gut. Taufname?“
„John.“