„Still, gute Proß! ich bitte Sie, seien Sie vorsichtig!“ sprach Lucie.

„Ja, ja, ja, ich will vorsichtig sein,“ sagte Miß Proß; „aber unter uns kann ich doch wohl sagen, daß ich hoffe, sie werden uns nicht mit ihren nach Zwiebeln und Tabak riechenden Umarmungen auf der Straße ersticken. Herzblättchen, rühren Sie sich ja nicht von dem Feuer, bis ich zurück bin! Nehmen Sie den lieben Mann in Acht, den Sie wieder gewonnen haben und entfernen Sie Ihr hübsches Köpfchen nicht von seiner Schulter, bis Sie mich wieder sehen! Darf ich mir eine Frage erlauben, Dr. Manette, ehe ich gehe?“

„Ich glaube Sie können sich diese Freiheit nehmen,“ gab der Doctor lächelnd zur Antwort.

„Um Gottes Willen sprechen Sie mir nicht von Freiheit; wir haben gerade genug davon,“ sagte Miß Proß.

„Still, gute Proß! Schon wieder?“ bat Lucie.

„Nun mein Herz,“ sagte Miß Proß mit emphatischem Kopfnicken, „das Kurze und das Lange davon ist, daß ich eine Unterthanin seiner allergnädigsten Majestät König Georg III. bin;“ Miß Proß machte bei dem Namen einen Knix; „und als solche habe ich den Grundsatz: Verwirr ihr tückisch Sinnen, ihr mörderisch Beginnen, Damit wir ihn gewinnen, Heil, unserm König, Heil.“

Mr. Cruncher wiederholte in einem Anfall von Loyalität in heiserem Baß Miß Proß Worte, wie in der Kirche.

„Es freut mich, daß Sie so viel vom Engländer in sich haben, obgleich ich wünschte, Sie hätten sich nicht durch Erkältung die Stimme verdorben,“ sagte Miß Proß beifällig. „Aber die Frage, Dr. Manette: Ist Aussicht vorhanden“ — das gute Geschöpf pflegte stets zu thun, als ob es das, was ihnen Allen große Sorge machte, sehr leicht nehme und brachte es so gelegentlich zur Sprache — „ist Aussicht vorhanden?“

„Ich fürchte, noch nicht. Es wäre noch gefährlich für Charles.“