„Das will ich Ihnen erklären,“ sagte Sydney. „Ich sah Sie zufällig, Mr. Barsad, aus dem Conciergerie-Gefängnisse kommen, während ich mir vor ein oder zwei Stunden die Mauern betrachtete. Sie haben ein Gesicht, das auffällt, und ich habe ein gutes Gedächtniß für Gesichter. Daß ich Sie dort sah, erweckte meine Neugier und da ich einen Grund habe (der Ihnen nicht unbekannt ist), Sie mit dem Unglück eines jetzt sehr unglücklichen Freundes in Verbindung zu bringen, so ging ich Ihnen nach. Ich trat gleich hinter Ihnen in den Weinschank hier und setzte mich in Ihre Nähe. Aus Ihrer ganz rückhaltlosen Unterhaltung und dem, was unter Ihren Bewunderern von Mund zu Mund ging, ward es mir nicht schwer zu errathen, womit Sie sich beschäftigen. Und allmälich bekam das, was ich auf’s Geradewohl gethan hatte, einen gewissen Zweck, Mr. Barsad.“
„Was für einen Zweck?“ fragte der Spion.
„Es wäre beschwerlich und vielleicht gefährlich ihn hier auf der Straße auseinander zu setzen. Können Sie mir nicht ein paar Minuten zu einer vertraulichen Unterredung schenken — in Tellsons Bank vielleicht?“
„Drohen Sie?“
„O, sollte ich das gethan haben?“
„Warum soll ich also mit Ihnen gehen?“
„Wahrhaftig, Mr. Barsad, das kann ich Ihnen nicht sagen, wenn Sie es nicht thun können.“
„Sie wollen es mir nicht sagen, Sir?“ fragte der Spion unentschlossen.
„Sie haben ganz das Richtige getroffen, Mr. Barsad. Ich will es Ihnen nicht sagen.“