„Ich sagte Ihnen Sie hätten ein Gesicht, das man nicht leicht vergißt, Mr. Barsad,“ bemerkte Carton kühl. „Bitte nehmen Sie Platz.“
Als er selbst einen Stuhl nahm, half er Mr. Lorry’s Gedächtniß dadurch nach, daß er zu Mr. Lorry mit gerunzelter Stirn sagte: „Zeuge bei jener Gerichtsverhandlung.“ Mr. Lorry erinnerte sich nun sofort und betrachtete seinen neuen Gast mit unverholenem Abscheu.
„Miß Proß hat Mr. Barsad als den zärtlichen Bruder erkannt, von dem Sie gehört haben,“ sagte Carton, „und er hat die Verwandtschaft anerkannt. Ich habe noch eine schlimmere Nachricht. Darnay ist von Neuem verhaftet.“
Voll Bestürzung rief der alte Herr aus: „Was sagen Sie da! Ich verließ ihn vor zwei Stunden in Sicherheit und frei, und will jetzt wieder zu ihm gehen!“
„Trotzdem verhaftet. Wann ist es geschehen, Mr. Barsad?“
„Jetzt eben, wenn überhaupt.“
„Mr. Barsad ist die beste Autorität die man haben kann, Sir,“ sagte Sydney, „und ich erfuhr es aus Mr. Barsad’s Aeußerungen gegen einen Freund und Mitspion, bei einer Flasche Wein, daß die Verhaftung stattgefunden. Er verließ die Gerichtsboten an der Thür und sah wie der Portier sie einließ. Es ist gar nicht zu bezweifeln, daß er wieder verhaftet ist.“
Mr. Lorry’s geschäftsmännisches Auge las in dem Gesichte des Sprechenden, daß es reiner Zeitverlust sei bei diesem Punkte zu verweilen. Verwirrt, aber sofort fühlend, daß Etwas auf seine Geistesgegenwart ankommen könnte, beherrschte er sich und hörte in schweigender Aufmerksamkeit zu.
„Nun will ich hoffen,“ sagte Sydney zu ihm, „daß der Name und Einfluß Dr. Manette’s ihm ebenso hülfreich sei morgen — Sie sagten er würde morgen vor Gericht erscheinen, Mr. Barsad?“ —
„Ja; ich glaube.“