Es lag Etwas so inbrünstiges und Muth einflößendes in seinem Tone, daß die Stimmung auf Mr. Lorry überging und er so rasch war wie ein Jüngling.
„Sie sind ein Mann von edlem Herzen. Sagte ich nicht, daß wir uns auf keinen bessern verlassen könnten? Theilen Sie ihr noch heute Abend mit, was Sie von der Gefahr wissen, die sie und ihr Kind und ihren Vater bedroht. Heben Sie letzteres besonders hervor; denn sie würde ihr schönes Haupt gern und willig neben dem ihres Gatten unter das Beil legen.“ Seine Stimme zitterte einen Augenblick; dann fuhr er ruhiger fort. „Um ihres Kindes und ihres Vaters willen prägen Sie ihr die Nothwendigkeit ein, mit diesen Beiden und mit Ihnen zu dieser Stunde Paris zu verlassen. Sagen Sie ihr, es sei ihres Gatten letzte Anordnung gewesen. Sagen Sie ihr, daß mehr darauf ankommt, als sie zu glauben oder zu hoffen wagen darf. Sie glauben, daß ihr Vater, selbst in diesem traurigen Zustande, sich ihr fügen wird; meinen Sie nicht?“
„Ich bin dessen überzeugt.“
„Ich dachte mir es. Treffen Sie in aller Stille und Vollständigkeit alle diese Vorbereitungen hier im Hofe so, daß Sie sogar alle schon im Wagen sitzen. Sowie ich komme, nehmen Sie mich auf und fahren fort.“
„Ich warte also unter allen Umständen auf Sie?“
„Sie haben mein Certificat mit den übrigen, wie Sie wissen und heben mir meinen Platz auf. Warten Sie blos darauf, daß mein Platz besetzt ist und dann nach England!“
„Nun, dann hängt doch nicht alles von einem alten Manne ab, sondern ich werde einen jungen und eifrigen Mann neben mir haben,“ sprach Mr. Lorry und drückte seine eifrige, aber doch so ruhige und feste Hand.
„Mit Gottes Hülfe, ja! Versprechen Sie mir auf das Feierlichste, daß Sie sich durch nichts bestimmen lassen einen andern Weg einzuschlagen, als wir uns jetzt versprochen haben zu wählen.“
„Durch nichts, Carton.“