Ja freilich, aber gesund und rüstig, keiner euerer Spindeljungen, kein Staunton...

Ja, der raucht aber Cigarren, und nicht aus deutschen Pfeifen.

Das lasse ich wohl bleiben; werde mir da wegen der Miß das Maul und die Nase mit den verdammten Stümpchen verbrennen!

Auch trinkt er nicht Whisky. Er ist Präsident einer Temperanz-Gesellschaft!

Hol' ihn der Henker! brummte Moreland. Den Whisky wollte ich um aller Mädchen willen nicht lassen.

Dann werden sie in Ohnmacht fallen, lachte ich.

Und Margareth! fuhr er heraus. Ah! dem Monongehala galten also die Achs und Ohs, und das Sinken und Verschwinden? Ist es um diese Zeit! Nein, meine Miß, da wird nichts daraus. Darauf können Sie sich gefaßt machen; und zur Bekräftigung leerte er sein Glas, und wir die unsrigen. Wir lachten und jubelten bis nach Mitternacht, und ich hatte mir viel auf meine diplomatische Geschicklichkeit eingebildet. Als wir nach Hause gingen, meinte Richard, daß ich dem alten Junggesellen etwas hart zugesetzt hätte. Habe ich doch die arme Margareth von dem lästigen Menschen befreit, war meine Antwort. Der kalte Richard jedoch schüttelte den Kopf. »Was daraus werden wird, weiß ich nicht,« versetzte er; »doch darfst du für deine unberufene Mediation eben keine sehr glänzende Erkenntlichkeit erwarten.«

Der nächste Morgen verging in Geschäften, deren Besorgung Richards Ankunft nöthig gemacht hatte. Zehn Mal wollte ich Arthurine sehen; aber immer war ich durch etwas, das dazwischen kam, abgehalten worden. Es war nach der Theezeit, als ich in's Haus trat. Im Drawing-room saß Margareth, eine frische Novelle verdauend. Wo ist Arthurine? fragte ich.

Im Theater mit Mama und Mister Moreland, war die Antwort.

»Im Theater mit Mama und Mister Moreland«! Man gab Tom und Jerry[31], ein horribles Lieblingsstück der aufgeklärten Kentukier. Ich hatte die erste Scene in Caldwells Theater zu New-Orleans gesehen, und daran genug gehabt.