Lottchen. Schmälen Sie nicht, lieber Papa. Ihre Töchter sind in guten Händen. Wir waren gleich im Begriffe, zu Ihnen zu kommen.
Julchen. Ach, lieber Papa…
Cleon. Nun, was willst du? Soll ich dir zu deinem Glücke gratulieren? Ich habe vor Freuden schon darüber geweint. Hast du auch Gott für die reiche Erbschaft gedankt? Du gutes Kind. Ach Lottchen, geh doch und schenke dem Herrn Simon noch eine Tasse Kaffee ein. Er will alsdann gehn und sich um die Abschrift des Testaments bemühn. Sie, Herr Damis, sollen so gütig sein und ihm Gesellschaft leisten.
Damis. Von Herzen gern.
(Er geht mit Lottchen und Julchen, und der Vater winkt Julchen.)
Einundzwanzigster Auftritt
Cleon. Julchen.
Cleon. Nun, meine Tochter, wie steht es mit deinem Herzen? Es muß dir doch lieb sein, daß du ein Rittergut hast.
Julchen. Ja, deswegen, damit ich's Ihnen und meiner Schwester anbieten kann.
Cleon. Du gutes Kind! Behalte, was dein ist. Willst du deiner
Schwester etwas geben; wohl gut. Ich werde schon, solange ich lebe,
Brot in meinem kleinen Hause haben. Aber, was spricht Herr Damis?
Hat auch der eine Freude über deine Erbschaft?