M. Und das nennen Sie Tücke und Bosheit?
C. Nicht doch! Aber ehe ich mich versah, warf mir einer einen Schneeballen auf den Rücken; mir, seinem Aufseher!
M. Um Sie zu kränken?
C. Warum denn sonst?
M. Ja! Das ist eben der Punkt, worin ihr Herren so oft fehlt. Bei jeder Äußerung des Mutwillens und der Unbesonnenheit wittert ihr Tücke und Bosheit und versündigt euch dadurch an der Jugend. Tücke und Bosheit sind der Jugend nicht natürlich. Wenn sie sich zeigen, so sind sie ihr gewiß durch die verkehrte Art, mit welcher sie von den Erwachsenen behandelt wurde, eingeimpft.
C. Was sollte aber der Bube, der mich warf, für eine andere Absicht gehabt haben, als mich zu kränken?
M. Sie zu reizen, an der Schneeballerei teilzunehmen. Was thaten Sie denn, da Sie den Schneeball bekommen hatten?
C. Ich drehte mich um und fragte: Wer ist der Bube, der mich geworfen hat?
M. Nu? Was bekamen Sie denn für eine Antwort?
C. Keine. Ich drohte, sie alle von der Mittagsmahlzeit auszuschließen, wenn sie mir den Buben nicht nennen würden, der die Achtung gegen mich verletzt hätte. Keiner antwortete. Sie aßen zu Mittag lieber alle trocken Brot, als daß einer so aufrichtig gewesen wäre, mir den Buben, der mich beleidigt hatte, zu entdecken.