σελενιτης, αφροσεληνος der Griechen; Dioscorides sagt: er stellt das Bild des Mondes dar (schillert), ist weiss, durchscheinend, leicht, wird in Arabien gefunden. Galen sagt: der aphroselenites kommt aus Aegypten; göttlicher Thau in die Helligkeit des Mondes gesetzt, coagulirt sich zu diesem Stein, der dem Specularstein ähnlich ist, daher auch der Name.

selenites, aphroselenites der Römer. Der Name selenites ging in das neuere Latein über, womit man den Gypsspath, auch die ganze Gattung Gyps bezeichnete, kam so auch in die neuern Sprachen.

fibrous gyps im Englischen;—gypse fibreux im Französischen;—stralgips im Schwedischen;—gyantokö szalas im Magyarischen;—sadrowec wlaknowity im Czechischen.


§. 8. Baryt-Gruppe.

A. Schwefelsaurer Baryt, Schwerspath.

Der schwefelsaure Baryt ist ein häufiges Fossil in den Erzgängen, es zeichnet sich aus durch grosse Schwere, blättrige Structur und schöne Krystalle, die aber nicht geschliffen werden können, auch giebt es derbe, strahlige, fasrige und körnige Abänderungen. Der teutsche Bergmann kannte das Fossil stets, nannte es schwerer Spath, bey den Mineralogen hiess es gypsum ponderosum, marmor metallicum. Da fand der Chemiker Bergmann (um 1780), dass dieses Gestein eine eigenthümliche Erde enthalte, die er Baryt (von βαρος, schwer) nannte, welcher Name in die wissenschaftliche Sprache aller Völker überging.

Aller Schwerspath phosphorescirt, leuchtet, wenn er erhitzt wird, in besonders hohem Grade ist diess der Fall bey Schwerspathknollen, die sich bey Bologna im Thon finden, was 1630 durch Vincent Cascarialo gefunden wurde; seit der Zeit kennt man diess Fossil als lapis illuminabilis und lucifer, pietra de Bologna, Bologneser Spath, phosphor de Bologne, phosphorus bononiensis.

In den Gewerben findet der Schwerspath manche Anwendung, zu Pastellstiften, weisser Farbe u.s.w.

Die Chinesen brauchen ihn zur Porzellanfabrikation, nennen ihn chekao.