§. 7. Graphit.
Eine aus Kohle und Eisen bestehende Mineralsubstanz, stark abfärbend und schreibend, die im gemeinen Leben verschiedene technische Namen hat, als Bleierz, Töpferblei Löschblei, schwarze Kreide, Eisenschwärze, plumbago; aber nicht zu verwechseln ist mit Wasserblei oder Molybdän, das ein eignes Metall enthält. Es kommt in verschiedenen Ländern vor, sehr ausgezeichnet in England; der Graphit findet vielfache Anwendung, vorzüglich zu Blei- und Zeichenstiften (wovon die wichtigsten Fabriken zu Resswick in Cumberland sind), zum Schwärzen der Oefen, in Verbindung mit Thon zu feuerfesten Schmelztiegeln (Ypser-Tiegel) u.s.w.
dubh (d.i. schwarz), ball dabh im Gälschen;—bruis dreachaid ist Bleistift;—black (d.i. schwarz), blacklead (Schwarzblei), lead stone (Bleistein) im Englischen; pencil of blacklead ist Bleistift; kellu, kellon heisst das Mineral in Cumberland;—plombagine, potelot, ceruse noir, graphit im Französischen, crayon de mine,—de plomb ist Bleistift;—piombo nero, plombagine mica de pittori im Italienischen;—lapis negro im Spanischen und Portugiesischen;—plumbago, blyerts, skif versvarta, svart krita im Schwedischen;—loot kryt (Bleikreide), tekenloot, koolkrit im Holländischen;—tschernoi krandasch, auch nastojaschtschu karandasch im Russischen;—wuk im Polnischen, auch olowek (ist eigentlich Bleistift);—tuha im Czechischen;—cerusa im Walachischen ist Bleistift.
plumbago im neueren Latein, auch lapis flandricus, da das Material der Bleistifte über Holland kam;—kohsi gabarjeag im Armenischen wird mit plumbago übersetzt;—
gagates der Römer und Griechen kann auch den Graphit mit begriffen haben; μολυβδος der Griechen, wie auch die Bleistifte hiessen.
§. 8. Schwefel.
Ein sehr bekanntes Mineral, das vielfach technisch benutzt wird, von allen Völkern und zu allen Zeiten Anwendung fand.
lieu, lieu-chuang, siao-hoang im Chinesischen;—liu-cheang auf Korea;—iguath auf Kamtschatka;—ikuel-leksaut [or: ikuelleksaut] im Grönländischen;—es im Jakutischen;—mia zi im Tibetanischen.
gandhana, gandhaka im Sanscrit, auch gandhasman, gandhapaschana (d.i. Geruchsstein), gundhamsdana, culwari;—gandhac, gundhuc im Hindu;—gandhaka in Bengalen;—kan in der indischen Provinz Tenassarim;—balirang, belarang, biram, tjollok im Malaiischen.