wasserblei im Teutschen;—blyerz im Schwedischen;—zeslec im Czechischen;—kïllow, auch wadd im Altenglischen;—potelot, galene sterile im Altfranzösischen.

μολυβδοιδες im Griechischen, erwähnt von Dioskorides, kann hieher gehören, daher ist der neuere Name entlehnt;—molybdaena, sulfuret of molybdaena im Englischen;—molybdène sulfuré im Französischen;—molybdena, lapis plomo im Spanischen;—molibdena im Russischen und Polnischen;—malibda, malibdika im Bengalischen, übersetzt mit molybdate, molilybdic, ist wohl neuern, europäischen Ursprunges.


§. 15. Kobalt.

Das Kobaltmetall kommt nicht gediegen vor, lässt sich schwer aus den Erzen reducieren, gewährt keinen technischen Nutzen. Am häufigsten findet sich der Schwefelkobalt oder Kobaltkies (Glanz- und Speiskobalt), der zur Smalte verwendet wird, unbedeutender das Kobaltoxyd, mit verschiedener Färbung, als schwarzer und rother Erdkobalt, Kobaltblüthe u.s.w. Das Wort kobalt wird slawischen Ursprunges seyn, zusammenhängend mit kow d.i. Erz, kowalti erzartig, daher kobolt, kobelt, womit der Hüttenmann die unreinen Metallgemische bezeichnet, die beym ersten Schmelzen der Kiese u.s.w. fallen, der Bergmann aber vorzüglich die Erze, die arsenikalische Dämpfe im Feuer ausstossen wie Arsenik- und Kobaltkies, daher er auch den gediegenen, scherbenförmigen Arsenik scherbenkobalt nennt. Wissenschaftlich ist der Name Kobalt auf das eigentümliche Metall beschränkt, auf den Kobalt, der im Czecishchen [Czechischen] dasik heisst.

Die Chinesen kannten seit ältester Zeit das blaue Kobaltglas, daher auch die Kobalterze; ans dem römischen und griechischen Alterthume ist blaues Kobaltglas (Smalte) auf uns gekommen, man muss daher auch damals die Kobalterze gekannt haben, wir wissen aber nicht mit Gewissheit, wo dasselbe bereitet wurde, wie die Erze hiessen, aber wahrscheinlich begriff man sie unter androdamas und argyrodamas (s. Arsenikkies).

A. Speiskobalt.

Das häufigste Kobalterz, eine Verbindung von Kobalt, vielem Arsenik und Eisen, entwickelt daher auf glühenden Kohlen starke Arsenikdämpfe. Ist von weisser und grauer Farbe, häufig krystallisirt. Behufs der Smalte-Fabrikation wird das Erz geröstet, um den Schwefel und Arsenik zu verdampfen, dann mit Quarz und Pottasche zusammengeschmolzen, dabey scheidet sich eine metallische Verbindung aus, die Nickel, Wissmuth, Silber u.s.w. enthält und Speise heisst. Das Wort Speise, woher Speiskobalt, ist in der sächsisch-böhmischen Bergwerkssprache ziemlich verbreitet, wird slawischen Ursprunges seyn, zusammenhängen mit spitz, spiza im Czechischen, was Bronce oder Broncefarbe bedeutet, daher nennt man Speise, Glockenspeise das Glockenmetall, Speise heisst der gelbe Kobaltkönig, den man beym Probieren kobalthaltiger Erze erhält, bleispeise ist beym Bleischmelzen das gelbe Gemisch von Kobalt, Kupfer und Schwefel, das im Ofen über dem Werke stehet; kobaltspeise ist der unreine gelbe Kobalt, der sich beym Schmelzen kobalthaltiger Silbererze, auch beym Schmelzen des Kobaltglases bildet, speisiges erz ist gelbes, kiesiges u.s.w.

koboljt im Russischen;—kobalt im Polnischen;—kobalt, auch dasik im Czechischen;—kobold, kobelt, graupenkobelt, kobaltspiegel, auch speise der sächsischen und böhmischen Bergleute;—koboltercz szörke im Magyarischen;—kobolt im Schwedischen;—cobaltgris-arsenical im Französischen;—arsenical cobalt im Englischen.

B. Kobaltglanz, Glanzkobalt.