betschate im Amharischen ist ein Edelstein, der nicht näher bezeichnet wird, aber wohl derselbe seyn dürfte.

badensch im Persischen, auch madensch und madebensch ist dem bischade sehr ähnlich, aber lichter, das Roth spielt mehr ins Schwarze; der Stein erhält erst Glanz, wenn er von unten tief ausgeschliffen wird.

badschadi, basadi, baradi im Arabischen, wohin auch der madisch gehört, von sehr dunkelrother Farbe, der weniger geschätzt wird als die andern Arten von baschadi, weil er unten tief ausgehöhlt werden muss, wenn er Feuer zeigen soll. Taifaschi sagt: der basadi oder bagiadi, der von der Insel Ceylon kommt, ist von rother Farbe mit Violblau oder Pfaublau, von schönem Wasser und Feuer; die weniger schönen müssen unten hohl geschliffen werden um zu glänzen. Er hat auch die Eigenschaft, dass er, gegen Haare gerieben, leichte Körper anziehet (also electrisch ist);—bidschadet, bigiad, bigiade im Türkischen.

Aehnliche Namen finde ich nicht weiter in der orientalischen Litteratur, sind auch nicht in die neuern Sprachen übergegangen; Hammer von Purgstall (in seiner Uebersetzung von Ben Manssur) meint zwar, unser Wort Granat komme von bidschade her, doch dürfte man es wohl natürlicher von granatus ableiten.

Die starke electrische Eigenschaft, die Taifaschi anführt, passt nur auf unsern Turmalin, der häufig zwar roth, doch auch anders gefärbt vorkommt. Von allen rothen Edelsteinen ist es bey uns der edle Granat, besonders der ceylonesische, der unten ausgehöhlt oder, wie wir sagen, en cabouchon geschliffen wird, um den Glanz zu erhöhen, ihn durchsichtiger zu machen, was dafür sprechen dürfte: dass der bidschade unser edler Granat oder Almandin war, zu dem man auch wohl den ähnlich gefärbten Turmalin rechnete.

d. Der Kerkend.

kerkend im Persischen ist ein jakutartiger Edelstein von dunkelrother Farbe, der von Taifaschi in seiner arabischen Mineralogie nicht erwähnt wird, gleichwohl kommen sehr ähnliche Namen in mehreren semitischen und andern orientalischen Sprachen vor.

karkand, karkenad im Arabischen (übersetzt mit gemma similis rubino), auch karkedno karkodno (übersetzt mit carchedonia gemma);—karkedno im Syrischen und kokkenen (übersetzt mit calcedonia gemma, onyx) und kelidon (chalcedonius), kanire, kincire, kancerinum (mit lygurios übersetzt);—karkeden im Aethiopischen (carchedonius carbunculus), auch karkadam und ke'kedon (blutrother calcedonius);—kankire im Chaldäischen, auch kankine, kankerin, kadkedan, (alles mit lapis pretiosus übersetzt), kadkodin;—kadkor, cadcod im Hebräischen (meist mit carchedonius, chalcedonius übersetzt), karchuchum, carcheduchim;—karkehan im Armenischen (durch Karfunkel übersetzt), wohl nicht verschieden von gargékan;—karketana im Tibetanischen, auch ketaka, kekeru hat zwar eine Namens-Aehnlichkeit, soll aber ein Edelstein von weisser Farbe seyn.

Von diesem Steine wissen wir nichts, als dass er dem rothen Jakut verwandt seyn wird; ein diesem ähnlicher Stein ist unser Zirkon, der cerkon, gargum auf Ceylon, cerkars in Indien heisst, also eine gewisse Namens-Aehnlichkeit hat. Soll man eine Conjectur wagen, so könnte man wohl die erwähnten Steine auf unsern Zirkon beziehen.

Die griechischen und römischen Schriftsteller erwähnen die καρχηδονα, carchedon, als dem carbunculus (Granat) verwandt, oder Art desselben, und dieser Name scheint weit eher mit den erwähnten semitischen Namen, als mit Carthago zusammen zu hängen. Nach Plin. 37. 30. soll der Carchedonius Spreu anziehen, aber viel schwächer als die Ionia; der Zirkon wird durch das Reiben electrisch, konnte daher auch wohl leichte Körper anziehen.