Heliotropium der Griechen und Römer war ein grünes Plasma mit rothen Punkten, auch wohl ein ähnlich gefärbter Jaspis, den wir jetzo mit diesem Namen bezeichnen; wie er bey den Orientalen heisst, muss ich dahin gestellt seyn lassen. Im Mittelalter findet sich auch dafür διαλιον.

eliotropio im Italienischen;—heliotrope im Französischen; —heliotrop im Englischen, Schwedischen u.s.w.;—geliotrop im Russischen;—szentkö im Magyarischen.

K. Der Chrysopras.

Der Chrysopasius der Römer und Griechen mag eine Art Beryll gewesen seyn. Der chrysoprasius (topazius) wird ein gelbgrüner Flussspath gewesen seyn. Diese Namen gingen in die sich bildende neuere Mineralogie über, man begriff darunter sehr verschiedene grüne gemmenartige Steine ohne bestimmten Begriff.

In den oberen Straten des Serpentingebirges in Schlesien, besonders bey Kosemütz, liegt eine weit verbreitete sogenannte Chrysopras-Ader, mit vielen Arten von verschieden gefärbtem Quarz, auch ein schön apfelgrüner, der eine gute Politur annimmt, sich zu Schmucksteinen eignet. Seit 1741 wurde man auf ihn aufmerksamer, gewann und verarbeitete denselben; Klaproth zeigte 1788, dass die Färbung durch Nickeloxyd bedingt sey. Allmäblig beschränkte man den Namen Chrysopras nur auf dieses Fossil; im Linnéischen Systeme hiess es nitrum, fluor viride; Werner setzte es erst zu dem Talk, seit 1791 zu dem Quarz.

L. Unsere Gattung Türkis oder Calait.

Diess ist ein geschätzter blaugrüner, undurchsichtiger, unkrystallisirter Edelstein, der gute Politur annimmt, in kleinen, wie in ziemlich grossen Stücken vorkommt, sich hübsch ausnimmt, seit ältester Zeit viel zum Schmuck verwendet wurde. Er findet sich nur in Khorasan (Persien), von wo aus er durch den Handel überall hin verführt wurde; aber erst in jüngster Zeit hat man seinen Fundort etwas genauer kennen gelernt.

Als Surrogat dafür benutzte man lange in Europa die von Kupfer durchdrungenen, grün gefärbten, fossilen Knochen, die man besonders im südlichen Frankreich findet, glaubte: dass der wahre Türkis ähnlichen Ursprunges sey, und entfernte ihn lange aus den Mineralogien; erst durch Chardin (voyage en Perse), Agaphi (1791) und Fraser (1830) wurde sein geognostisches Vorkommen ermittelt, man erkannte ihn nun für eine eigene Mineralgattung, die Calait genannt wurde; von diesem oder dem turqoise de vielle roche unterschied man die fossilen Knochen als turqoise de nouvelle roche-osseuse [or: rocheosseuse] und odontolithe im Französischen und turchina de rocca nova im Italienischen.

gyu im Tibetanischen, durch Türkis übersetzt, ist wohl unser Plasma; druga-mara und druga dakara wird auch mit Türkis übersetzt.

perose im Hindu;—perodscha im Sanscrit, auch haritaçman d.i. grüner Stein;—pirusa im Kurdischen;—piurjeh im Armenischen, meist mit berillus übersetzt, wird hierher gehören, wie auch der purjehham;—firuzeh im Persischen, auch firozah, firoze, firuz, firusae mit den Arten: a) abu ishaki;—b) escheri;—c) suleimani;—d) sermune;—e) chaki;—f) abd ol-medschidi;—g) andelibi. Bey den Juwelieren heisst er auch: mescha, und der zweyfarbige ebresch;—feruse im Arabischen, auch feruzegi, peruzegi, perosao, mit den Arten: buscechica, von der schönsten bläulichen Farbe; b) lahahica;—ferozeh im Türkischen, auch piruze, biruzeg, bihruz, peruse, peruze;—perosag im Chaldäischen, auch tarkja, tareja, torkei, torkeja (woher vielleicht der Name turcosa, Türkis).