Vielleicht ist nichts von allem Gedachten ganz unwahr. Sollte Gott über Sich gänzlich falsch denken können? Sollte nicht die barbarischste religiöse Vorstellung ein Körnchen Wahrheit enthalten, enthalten müssen?


Eines sein und haben und die Sehnsucht nach allem Andern, — Formel Gottes, des Individuums. (Hinzuzufügen: zusamt der stillgeglaubten Anwartschaft auf alles Andere.)


Wohin sollte die Natur in der Stufenfolge der Tiere im Menschen streben, wenn nicht dahin, daß Gott in ihm sich selbst erkenne? Dies aber, das Erkennen kann noch nicht sein letztes Ziel sein: er muß aus dieser Selbsterkenntnis noch zu irgend einem Handeln hervorschreiten, muß ja sagen und tun wie der Zarathustra Nietzsche's, oder nein wie der indische Buddha. Er muß das Schicksal der ‚Welt‘ an seinem Teile entscheiden; sie soll sein oder sie soll nicht sein. Und doch —.


Frage dich nur bei allem: ‚Hätte Christus das getan?‘ Das ist genug.


Das ergibt sich aus meiner Lehre, daß nicht nur der Einzelne sondern auch Volk um Volk und endlich die ganze Menschheit — Persönlichkeit zu werden trachtet.