Gib mir den Anblick deines Seins
Gib mir den Anblick deines Seins, o Welt ...
Den Sinnenschein laß langsam mich durchdringen ...
So wie ein Haus sich nach und nach erhellt,
bis es des Tages Strahlen ganz durchschwingen—
und so wie wenn dies Haus dem Himmmelsglanz
noch Dach und Wand zum Opfer könnte bringen—
daß es zuletzt, von goldner Fülle ganz
durchströmt, als wie ein Geisterbauwerk stände,
gleich einer geistdurchleuchteten Monstranz:
So möchte auch die Starrheit meiner Wände
sich lösen, daß dein volles Sein in mein,
mein volles Sein in dein Sein Einlaß fände—
und so sich rein vereinte Sein mit Sein.
Hymne
Wie in lauter Helligkeit
fließen wir nach allen Seiten ...
Erdenbreiten, Erdenzeiten
schwinden ewigkeitenweit ...
Wie ein Atmen ganz im Licht
ist es, wie ein schimmernd Schweben
Himmels-Licht—in Deinem Leben
lebten je wir, je wir—nicht?
Konnten fern von Dir verziehen,
flohen Dich, verbannt, verdammt
Doch in Deine Harmonien
kehren heim, die Dir entstammt.