Mit solchem Blumenpflücken, Kränzchenwinden—
was ist getan? sieh dir ins Angesicht
und prüfe, ach, solch allzu lau Empfinden.
Du fühlst der Weisheit Weg noch nicht als—Pflicht.
Und so: ob von G1ühwürmchen oder Sternen
dir Licht zufließt—dir ist's das gleiche Licht.
Dir sind die echten Tiefen, wahren Fernen
noch stumm; sie, deren Siegel einzig bricht:
ein tiefdemütig lebenlanges—Lernen.
Im Baum, du liebes Vöglein dort
Im Baum, du liebes Vöglein dort,
was ist dein Lied, dein Lied im Grund?
Dein kleines Lied ist Gotteswort,
dein kleiner Kehlkopf Gottes Mund.
'Ich singe' singt noch nicht aus dir,
es tönt die ewige Schöpfermacht
noch ungetrübt in reiner Pracht
in dir, du kleine süße Zier.
Leis auf zarten Füßen naht es
Leis auf zarten Füßen naht es,
vor dem Schlafen wie ein Fächeln:
Horch, o Seele, meines Rates,
laß dir Glück und Tröstung lächeln—: