Wir fanden einen Pfad, der klar und einsam
empor sich zog, bis, wo ein Tempel stand.
Der Steig war steil, doch wagten wir's gemeinsam ...
Und heut noch helfen wir uns, Hand in Hand.
Mag sein, wir stehn an unsres Lebens Ende
noch unterm Ziel,—genug, der Weg ist klar!
Daß wir uns trafen, war die große Wende,
Aus zwei Verirrten ward ein wissend Paar.
An eine Freundin
Laß den Helden in deiner Seele nicht sterben!
Welkst du hin wie die Blume, der Baum im Herbst,—
höre nimmer doch auf, um den Kranz zu werben!
Alle andern Kränze bleiben zurücke,
schwinden hin wie die Glieder, die sie bedecken ...
Dieser bleibt dir allein auf der großen Brücke—
hält dir droben die Geisterstirn noch umschlossen:
und dereinst, wenn du wieder hinabgestiegen,
wirst du gehn, wie von heiligem Schein umflossen.
(an einige)
Ihr kennt den Trost, der enttrübt,
die fern den Schranken:—
Werden draußen Taten geübt,
entsenden sie—Gedanken.