Doch dieses mag vor dieses Mal von den Pudelköpfen genug gesagt seyn: nunmehro will ich von den Beschwerlichkeiten handeln, welche das Frauenzimmer wegen des Aufkrausens und Aufbrennens der Haare leiden muß.

Das zweyte Kapitel.

Von den
Beschwerlichkeiten, welche das
Aufkrausen und Aufbrennen der Haare
des Kopfs verursachen.

§. 7.

Ich würde denjenigen Kopf, welcher weder aufgekrauset noch aufgebrannt worden wäre, eher vor einen Zodelkopf als vor einen Pudelkopf halten. Soll ich aber einen Pudelkopf nicht mit diesem Titel belegen, so wird er, wenn er anders seine gehörige Annehmlichkeit haben soll, aufgekrauset und aufgebrannt seyn müssen. Es wird also nothwendig meine Pflicht seyn, von den Beschwerlichkeiten zu schreiben, welche dem Kopfe durch das Aufkrausen und Aufbrennen zugefügt werden. Wer nun geputzt und schöne scheinen will, der muß es sich auch gefallen lassen, Ungelegenheiten zu leiden. Das schöne Geschlecht hat ohnedem das Unglück, daß allemal auf ihr genossenes und empfundenes Vergnügen tausend Unbequemlichkeiten und Schmerzen erfolgen: doch ich mag mich eben hiervon nicht deutlicher erklären, wer das Frauenzimmer nur ein wenig kennt, der wird meine Meynung ohne einen Dolmetscher schon verstehen können, es wäre denn, daß er nur einen Sinn, wie eine Auster hätte, oder nur dem Angesichte nach einen Menschen vorstellete, im Gehirn aber weniger Verstand als eine Gans besäße, denn

Gesetzt, es mangelte Markolfen im Gehirne,