»Herr, erbarme dich unser,
Christe, erbarme dich unser!«
Die Blonde stöhnte laut, ihre Züge verzerrten sich wie bei einem heftigen Schmerz; sie schlug sich an die Brust, unruhig scharrten ihre Füße.
»Heiliger Willibrord, bitte für uns!« –
Leiernd fielen Mutter und Base ein: »Wir bitten dich, heiliger Willibrord, erhöre uns!«
Unwillkürlich fing auch Bäreb mit an; wenn alle beteten, sollte sie da nicht mitbeten? Der ganze Wagen, alle Leute, die darin saßen, nahmen Teil.
Wie eine Vorbeterin, mit erhöhtem Ton, begann das Mädchen aufs neue. Es hatte etwas Heißes, etwas gewaltsam mit sich Fortreißendes, Bäreb konnte nicht widerstehen. Mit Mühe nur hielt sie an sich; wenn sie sah, wie das Mädchen an allen Gliedern zuckte, wie es sich bäumte in seinem Gebet, konnte auch sie kaum ruhig bleiben. Aufspringen hätte sie mögen von der Bank, wie jetzt das Mädchen tat, hineinschreien in das Rasseln und Schnauben des Zuges, es überbieten mit der Stimme:
»Heiliger Michael,
Heiliger Gabriel,
Heiliger Raphael,