Ihr Mann trat an’s Bett; sich über sie beugend, nahm er ihre Hand in die seine. »Na, Käthe,« sagte er gut gelaunt und klopfte ihre bleiche Wange – »na, Mutterchen?!«
»Wat – läuten – se – so?« wiederholte sie wie im Fieber.
»Na, Mittag!«
Mit einem Seufzer schloß die Müde wieder die Augen.
*
Und die Glocken der Stadt läuteten weiter. Zur Hochzeit des Feldwebels hatte keine einzige geläutet; jetzt riefen sie alle mit schallender Stimme, von all den vielen Kirchen und Kapellen, hoch und hell, voll und tief, über Straßen und Dächer, über Höfe und Gärten, in lautem, vielstimmigem Chor.
Sie begrüßten mit Freuden des Feldwebels Tochter: ein rheinisches Kind.
[1] Mädchen.
[2] Alt-Düsseldorfer Gericht, bestehend aus weißen Bohnen, Mohrrüben und Kartoffeln.