Bei dem schiefen Eselsturme
Sammeln sich mailändsche Chore,
Senden rüstige Patrouillen
Den Palästen ihrer Nobels.

Bei der Kirche Sankt Proculens
Stellet sich der Römer Horde
Auf zum Schutz der hohen Schule
Und der edlen Professoren.

Sankt Januari Blut anrufend
Füllen ihre Wasserrohre
Zu der Büchersäle Schutze
Neapolitansche Chore.

Und die festen deutschen Bursche,
Mit den Ellenbogen stoßend,
Schleppen auf den breiten Schultern
Feuerleitern, Haken, Kloben.

Bald mit Macht hinangeschwungen
Zu der hohen Fenster Bogen
Nun die sichern Leitern ruhen,
Allen Fliehenden zum Troste.

Viele retten sich im Sprunge;
Andre, an den Feuerkloben
Fest sich klammernd, hoch im Schwunge
Kommen nieder in dem Bogen.

Denn zum wilden Rettungssturme
Sind zu eng des Hauses Tore,
Und auf ewig wird verschlungen
Mancher in des Ausdrangs Woge.

In dem Brausen des Tumultes
Bricht des Kerkers Tor Meliore,
Eilet zu Biondettens Brunnen,
Einen Eimer voll zu holen.

Und ein kleiner blonder Junge
Hat den Eimer voll schon oben,
Spricht: "Geh hin und hilf, du Guter,
Traue auf die Allmacht Gottes!"

Bei der Kirche Sankt Proculens,
Wo der Maler Guido wohnet,
Steht Meliore, heftig rufend:
"Komme, alter Guido, komme!