Einer tritt dann mit der Urne
Vor ihn, spricht: "O Herr, des Moles
Asche in der Urne ruhet!
Er starb eines seltnen Todes.

Ja sein Tod war recht ein Wunder,
Denn die Sängrin retten wollend,
Stürzten zu ihm alle Gluten,
Brannten ihn vor uns zu Kohlen!

Und wie auch des Wasser Fluten
Rings wir auf ihn niedergossen,
Brannt er bis zum letzten Funken,
Und es blieb auch nicht ein Knochen!

Da ein Mönch geweihten Brunnen
Zu ihm sprengte ein'ge Tropfen,
Ward er Asche; in der Urne
Haben wir sie aufgehoben.

Herr verzeih, daß wir zur Stunde
Uns hieher zu dir erhoben,
Denn wir kommen hoch verwundert
Zu dir, und entsetzt, erschrocken!"

Apo höret ihre Kunde,
Und ihm stockt fast der Odem;
Ängstlich spricht er: "Deine Zunge,
Schüler, hat sie nicht gelogen?"

Alle sprechen in der Runde:
"Meister, es ist nicht gelogen,
Denn es sah's die ganze Schule,
Und es sahens alle Ordnen.

Und es schrieen alle: Wunder!
Die gelöschet in der Oper,
Da sie unsern teuern Bruder
Sahn zu Asche niederlohern!" —

"So enthüllet mir die Urne!"
Sprach Apone tief erschrocken,
"Daß ich Ehre an ihm tue,
Denn ich war ihm stets gewogen.

Längst wußt ich, daß dieser Stunden
Große Nöten ihn bedrohten;
Seht: Hier mit dem schwarzen Ruße
Stellt ich seine Horoskope.