Du bist ein Pfaffengeist! Zur Hölle fort!
Der Lügenkaiser schwand vor meinem Wort.
XV Das Hütlein
Es war in Brüssel vor dem Ständehaus.
Die Sage ging: "Der Kaiser reitet aus!"
Noch hatt' ich nie das junge Haupt geschaut,
Dem wir des Reiches höchstes Amt vertraut.
Ein edles Roß ist unsre Zeit. Es stampft.
Es wiehert mutig. Seine Nüster dampft.
Ob er die Zügel klug und kühn ergreift?
Ob er's bewältigt? Ob's ihn wirft und schleift?
Da wir Poeten abergläubisch sind,
Erdacht' ich ein Orakel mir geschwind:
Für diesen Kaiser gelte fort und fort
Das erste seinem Mund entfallne Wort!
Er kam. Ein Hütlein trug er, meiner Treu,
Mit Reiherfedern, funkelnagelneu!
Der Himmel macht' ein mißvergnügt Gesicht,
Sich selber fragend: Regn' ich oder nicht?
Jetzt klatschten Tropfen auf das Pflaster schwer,
Die junge Stirne legt' in Falten er