Das Lied des Welschen wandelt voller Glanz,
Es schwebt wie Musenschritt und Grazientanz.
Der Reim des Welschen hat ein hell Geläut—
Ob ich ein Dichter bin? Das plagt mich heut.

Du zweifelst, Hutten? Hat dich eines Tags
In Augsburg nicht gekrönt der Kaiser Max?

Das gilt!… Auch neben diesem welschen Lied?
Wär' ich am Ende bloß ein Verseschmied?

Ich bin ein Verseschmied! So nenn' ich mich!
Am Feuer meines Zornes schmiedet' ich

Rüstung und Waffen zu des Tags Bedarf
Und wahrlich, meine Schwerter schneiden scharf!

XXIX Der letzte Humpen

Herr Konrad der Comtur vergaß mich nicht
Und seine Sendung lacht wie Sonnenlicht.
Sie ist, ob auch in schlichtes Stroh gehüllt,
Bis oben an den Rand mit Geist gefüllt.

Statt eines Briefs hat der Bequeme mir
Geschickt das Fläschchen Rüdesheimer hier.

Dank! Einmal solche würz'ge Labe noch!
Ihr Gutes hat die Pfaffengasse doch.

Der Arzt verordnet mir den Wasserstrahl,
Wohlan, ich zeche heut zum letzten Mal!