Sie lehnt sich fast überall an den Text von Schweizer-Sidler an; die Deutung und namentlich die folgenden Erläuterungen beruhen (von anderen Quellen abgesehen) auf seinem Kommentar, auf Baumstark und vor allem auf der ausführlichen Erklärung der Germania, die Müllenhoff im 4. Band seiner Deutschen Altertumskunde bietet. Von den zahlreichen Übersetzungen wurden alle wichtigeren, soweit sie erreichbar waren, benutzt, insbesondere alle neuen und neu aufgelegten; von älteren namentlich die von Bötticher und Bacmeister.
Den Herren Dr. Friedrich Löhr, Sekretär des Archäologischen Instituts in Wien, und Dr. Gustav Kafka, Privatdozenten an der Münchner Universität, schuldet der Übersetzer für freundliche Ratschläge besonderen Dank.
Erläuterungen
[ 1]
Die römische Provinz Rätien reicht nördlich bis zur Donau (Ries!), östlich zum Inn; von da bis zum Wienerwald Noricum, von Tacitus nicht genannt; weiter zwischen Donau und Save Pannonien. Sarmater in Osteuropa, etwa von der Weichsel an, Daker in Siebenbürgen. Gebirge die Karpathen. Ein Kriegszug: der des Tiberius im Jahre 5 n. Chr.? Abnoba Schwarzwald.
[ 2]
Der Beweis des ersten Absatzes ist wenig überzeugend. Asien, Afrika, Italien die römischen Südprovinzen. Tuisto (Zwist!) ist zweigeschlechtig, Mannus Mann, Mensch, der erste Mensch. Die Namen der Marser (Merseburg) und Gambrivier verschwinden bald; sind es, wie Sueben und Vandilier (Ostgermanen), Kultverbände? Die Tungrer (Tongern!) wurden Germanen genannt (von den Kelten? die Form ist keltisch: „Rufer im Streit“ oder „Nachbarn“?); sie drohten, um ihr Ansehen zu heben, mit anderen „Germanen“ über dem Rhein. Die Völker rechts des Rheins hätten sich dann wirklich so genannt (Müllenhoff). „Eine verzweifelte Stelle!“ (Grimm.)