[ 22]
Eröffnet es noch: die Römer halten sich selbst da zurück. Überhaupt ist in diesem Kapitel fast jeder Satz ein Widerspiel römischer Sitten (Passow). Die Römer stehen früh auf, speisen lieber an einem gemeinsamen Tisch, dürfen in der Stadt nicht bewaffnet gehen und sollen nicht vor Abend trinken.
[ 23]
Getränk Bier. Ufergrenze wohl nur des Rheins; die Sueben an der Donau dulden keinen Wein, weil die Händler als Gegenwert Sklaven fortschleppen.
[ 25]
Tacitus denkt hier nur an die „Hintersassen“; es gibt aber auch [pg 48]Haussklaven ([Kap. 20]). Im folgenden Anspielung auf das Treiben der Freigelassenen in Rom.
[ 26]
Besser verhütet: Müllenhoff und Baumstark können diesen Satz nur durch Flüchtigkeit erklären. Die folgende Schilderung der Anbauverhältnisse, von allen Seiten her erläutert, ist nach Müllenhoff übersetzt. Nicht in vier Zeiten: sondern in Winter und Sommer. So zählen sie auch, also nach halben Jahren. Doch ist Herbst ein altgermanisches Wort; nur brachte die Getreideernte bei den Germanen freilich schon der Sommer, Wein und edles Obst aber kannten sie nicht. Daher wohl der Irrtum des Textes.
[ 27]
Übergang vom allgemeinen zum besonderen Teil der Schrift.