Skotinin (zu Sophie). Nun, worüber bist du denn so erschrocken?

Prawdin (zu Milon). Wie kann man einem Skotinin zürnen!

Sophie (zu Skotinin). So ist es denn beschlossen, daß ich Ihre Frau werde?

Milon. Mit Mühe halt’ ich an mir!

Skotinin. Niemand entgeht seinem Schicksal, mein Herz! Sünde ist’s, daß du wider dein Glück murrst. Das herrlichste Leben wirst du an meiner Seite haben. Zehntausend hast du Revenuen! Welch ein Glück! Eine solche Summe hab’ ich in meinem Leben nicht einmal gesehen! Donnerwetter, für dieses Geld kann ich mir ja alle Schweine auf der Welt kaufen! Ja, jeder Mund soll in die Trompete stoßen: bei Skotinin ist das Paradies der Schweine!

Prawdin. Wenn allein die Schweine bei Ihnen ein paradiesisches Leben führen, so wird Ihre Frau vor Ihnen und selbigen Schweinen wenig Ruhe haben.

Skotinin. Wenig Ruhe? Ei, hab’ ich denn zu wenig Raum in meinem Hause? Sie soll für sich allein das Eckzimmer mit dem Divan haben! Freundchen, wenn schon jetzt jedes meiner Schweinchen einen besonderen Koben hat, so wird sich für meine Frau schon ein Zimmerchen finden.

Milon. Welch ein viehischer Vergleich!

Prawdin (zu Skotinin). Nichts wird daraus, Herr Skotinin. Ich will’s ihnen nur gerade heraus sagen: Ihre Schwester will Fräulein Sophie mit Mitrofan verheiraten.

Skotinin (zornig). Was, wie? Der Neffe soll den Onkel ausstechen! Alle Rippen will ich dem Kerl eindrücken, sobald ich ihn sehe! Und ein Schweinesohn will ich sein, wenn ich nicht Sophiens Mann werde oder den Bengel zum Krüppel schlage!