Skotinin. Noch einmal: blicke mir frei und gerade in die Augen!
Jeremejewna. Erzürne doch den Onkel nicht! Sieh nur, mit welchen Glotzaugen er dich anstarrt! ... Nun, glotz ihn ebenso an! (Skotinin und Mitrofan blicken aufeinander mit weit aufgerissenen Augen.)
Milon. Das ist ein absonderliches Zwiegespräch!
Prawdin. Was es wohl für ein Ende nehmen wird?
Skotinin. Mitrofan, dein Leben hängt an einem Haar. Sprich die volle Wahrheit! Wenn ich die Sünde nicht scheute, so würde ich, ohne weitere Worte zu verlieren, dich bei den Beinen packen und deinen Schädel an der Wand zerschmettern. Doch möchte ich nicht meine Seele verderben, indem ich einen Unschuldigen richte.
Jeremejewna (zitternd). Wehe, er tötet ihn! Wehe meinem armen Kopfe!
Mitrofan. Bist du toll, Onkel? Ich habe keine Ahnung, wofür du über mich herfällst!
Skotinin. Ich warne dich: leugne nicht, damit ich dir nicht im Jähzorn den Todesschlag versetze – deine Hände werden dich wenig schützen. Ich nehm’s auf mich und werde Rechenschaft geben Gott und Kaiser. Doch auch unschuldig nimm keine Schuld auf dich, um nicht unverdient geprügelt zu werden!
Jeremejewna. Gott schütze vor unverdienten Prügeln!
Skotinin. Möchtest du heiraten?