Mitrofan. Beruhige dich endlich mal!

Frau Prostakowa (zu Starodum). Hast du gut zu ruhen geruht, Väterchen? Wir alle gingen im vierten Zimmer auf den Zehenspitzen, um dich nicht aufzuwecken wir wagten’s nicht, durchs Schlüsselloch zu sehn. Doch da hörten wir dich hier sprechen und sind gekommen. Nichts für ungut –

Starodum. O, es wäre mir sehr unangenehm, wenn Sie früher gekommen wären.

Skotinin. Spielst du mir einen Schabernack, Schwester, daß du dich mir an die Fußsohlen heftest? Ich habe hier ein Geschäft abzumachen.

Frau Prostakowa. Und ich auch. (Zu Starodum.) Verstatte, Väterchen, daß wir dich mit einer Bitte belästigen. (Zu Mann und Sohn.) Grüßet!

Starodum. Mit welcher?

Frau Prostakowa. Erst bitte ich alle, Platz zu nehmen. (Alle, mit Ausnahme von Mitrofan und Jeremejewna, setzen sich.) Die Sache ist nämlich die, Väterchen: Gott der Herr hat uns auf das Gebet unsrer Eltern hin (wo hätten wir Sünder ihn erbitten können!) das Söhnchen Mitrofan geschenkt. Wir thaten unser möglichstes, daß er so werde, wie du ihn jetzt siehst. Wolltest du dich nicht bemühen, Einsicht zu gewinnen, was er gelernt hat und kennt?

Starodum. O, es ist mir bereits zu Ohren gekommen, was er gelernt hat. Ich habe gehört, wer seine Lehrer sind, und weiß im voraus, welche Sprachkenntnisse ihm Kutejkin beigebracht, und was er aus der Mathematik bei Zyfirkin gelernt hat. (Zu Prawdin.) Neugierig wär’ ich, zu erfahren, was er beim Deutschen gelernt.

Frau Prostakowa. Alle Wissenschaften.}(Gleichzeitig.)
Prostakow. Alles.
Mitrofan. Alles, was du willst.

Prawdin (zu Mitrofan). Was denn z. B.?