Starodum. Und du bist hier Lehrer, Wralmann? Ich dachte immer, du seist ein guter Mensch und würdest andern nicht ins Handwerk pfuschen.

Wralmann. Was thun, gnädiger Herr! Ich bin nicht der erste, bin auch nicht der letzte. Drei Monate trieb ich mich in Moskau umher, ohne eine Kutscherstelle finden zu können. Da mußt’ ich entweder Hungers sterben oder Lehrer werden.

Prawdin (zu den Lehrern). Auf Befehl der Regierung habe ich dieses Haus unter Tutel gestellt, und ihr seid entlassen.

Zyfirkin. Ausgezeichnet!

Kutejkin. Sie sagen uns ab? Aber sollten wir uns nicht vorher berechnen?

Prawdin. Wieviel hast du zu bekommen?

Kutejkin. Meine Rechnung ist nicht so gering. Für ein halbes Jahr Unterricht; für die Stiefel, die ich im Laufe von drei Jahren vertragen habe; für das unnütze Kommen hierher und zwecklose Warten –

Frau Prostakowa. Unersättliche Seele, du! Wofür?

Prawdin. Mengen Sie sich nicht in andrer Angelegenheit, Madame, bitt’ ich!

Frau Prostakowa. Wo bleibt die Gerechtigkeit: was hat mein Mitrofan von ihm gelernt?