Durch das Tannengestrüpp ging es hindurch, zuweilen raschelte es hier und dort, dann blieben die Männer stehen, aber es war nur ein aufgestörter Fuchs oder anderes Wild, welches das Weite suchte.

„Herr,“ sprach der Inder plötzlich. „Die Menschen meiden dieses Tal, in welchem das Wild wohnt. Ihr werdet an dieser Stätte keine Fremdlinge finden.“

„Ich möchte es auch niemand raten,“ knirschte der Vorangehende. „Wehe dem, der es wagt, die Grabesruhe zu stören. Ich bin kein Dämon, kein Teufel, aber hier würde ich jeden Störenfried vernichten. Doch da sind wir, da ist’s, es ist alles noch unverändert!“

Er nahm die Mütze mit dem goldenen Streifen ab, der indische Diener aber kreuzte die Arme über der Brust und neigte sich tief, als ob er jemandem seine Ehrerbietung bezeugte.

Da war eine Lichtung und auf dieser Lichtung sah man die Trümmer von Gebäuden.

Hier schien ein großes Gehöft gestanden zu haben, von dem jetzt nur noch die Grundmauern zu sehen waren. Auch diese wurden bereits von Gestrüpp überwuchert.

Deutlich sah man noch eine große Umfassungsmauer, und darinnen die Ueberreste von größeren und kleineren Gebäuden. Hier mußte ein gewaltiges Feuer getobt haben, denn man sah an den Steinen noch die Brandspuren; hier und dort gewahrte man auch die Reste verkohlter Balken.

Der Maskierte ließ seine flammenden Augen über die Trümmerstätte gleiten, dann wendete er sich plötzlich und schritt nach dem Rande des Waldes.

Dort sah man drei Hügel, aber auf diese Hügel waren schwere Steine gewälzt, so schwer, daß sicherlich eine Anzahl starker Männer dazu gehört hatten, um diese Felsblöcke auf die Hügel zu wälzen.

Und wieder klang das dumpfe Stöhnen von den Lippen des Maskierten. Bei dem größten der Hügel warf er sich zu Boden. Und dieser Mann, der sonst wie von Eisen schien, der preßte jetzt völlig gebrochen seine Stirn auf die kahlen Felsblöcke.