Orloff aber gab sich doch nicht zufrieden, und er war gerade im Begriff, auf dem flachen Dache herumzusuchen, als ihn ein leiser Aufschrei Wassils ablenkte.
„Sieh, sieh dort,“ rief der Verschwörer. „Blicke nach der See, da sind die Signale, sie sind es! Matuschewsko hat seine Sache gut gemacht. Jetzt läßt er die Scheinwerfer spielen.“
Und so war es auch, denn jetzt sah man draußen auf der See in der Dunkelheit grelle Lichtblitze, weiße, zuckende Lichtkegel, die über den Himmel dahinglitten.
Und diese Lichtkegel konnten nur von Schiffen ausgehen, die aus der Ferne herandampften.
Im Nu hatten die Verschwörer alles andere vergessen, sie dachten nicht mehr an jenes verdächtige Geräusch, an die merkwürdigen Worte Orloffs, sie tanzten vor Freude auf dem flachen Dache herum und gebärdeten sich wie die Unsinnigen.
Und immer wieder sah man draußen in der Finsternis die Scheinwerferblitze, welche sicherlich von nahenden Schiffen herrührten.
„Hinab, hinab,“ rief plötzlich Orloff. „Rasch zum Hafen, wir müssen ihnen entgegengehen und Signale geben. Morgen früh beherrschen wir Odessa.“
Im Nu rannten die drei Männer die Treppe hinunter, die Falltür fiel krachend zu.
Oben auf dem Dache blieb alles still, aber dort bewegte sich jemand, einer, der auf der Lauer gestanden, denn hinter den Orangenbäumen des Dachgartens stand eine dunkle Gestalt, die man nicht deutlich zu erkennen vermochte.
Wieder schallte das dumpfe Keuchen, welches Orloff vernommen zu haben glaubte, jetzt vernahm man aber auch eine halblaute Stimme.