Von unsern Kolonien kommen hauptsächlich Kamerun, die Südseeinseln und Togo für die Kakaokultur in Betracht. Der Anbau geschieht meistens durch europäisch geleitete Pflanzungsbetriebe, doch bauen z. B. in Togo auch die Eingebornen selbständig Kakao an, noch bedeutender ist die Kakaokultur der Neger auf der Goldküste, von wo sie nach Togo gekommen ist; dort erzeugte sie 1906 einen Wert von 6000000 Mk., und nach einer mäßigen Berechnung glaubt man in den nächsten Jahren das 3-5 fache dieser Summe zu erreichen.
Deutschland verbrauchte im Jahre 1906 an Kakaobohnen für 41000000 Mk.
Die Ausfuhr unserer Kolonien betrug
| 1906: | Kamerun | 1167000 | Mk. | 1907: | 2704000 | Mk. |
| „ | Samoa | 101000 | „ | „ | 116000 | „ |
| „ | Togo | 22000 | „ | „ | 51000 | „ |
| Zusammen | 1290000 | Mk. | 1907: | 2871000 | Mk. | |
Tafel 7.
a) Teil eines Baumes, 1/8 nat. Gr.
b) Frucht, geöffnet, um die Samen, die „Kakaobohnen” zu zeigen, 1/5 nat. Gr.
c) Geröstete Kakaobohne, 4/5 nat. Gr.