a) Jüngere Palme, 1/50 nat. Gr.

b) Fruchtstand mit reifen Früchten, 1/13 nat. Gr.

c) Reife Frucht, 4/5 nat. Gr.

d) Der noch von der Steinschicht, die oben zwei Keimlöcher zeigt, umgebene Kern, 4/5 nat. Gr.

Unsere Kolonien Togo und Kamerun besitzen in ihren ausgedehnten Ölpalmwaldungen einen großen Reichtum. Die ganze Ölgewinnung ist bis jetzt ausschließlich ein Produkt der Eingebornenarbeit; die Tätigkeit des Europäers beschränkt sich darauf, das Öl und die Kerne den Negern abzukaufen. Da aber, wie schon erwähnt, zur Gewinnung des Palmweines wenigstens in großen Teilen Westafrikas die Palmen gefällt werden, droht in absehbarer Zeit eine erhebliche Verringerung der Bestände. Um dem zu begegnen, will die Regierung den Baum jetzt an geeigneten Stellen anpflanzen. Zur Hebung der Ausfuhr dieses wertvollen Artikels ist noch wichtiger der Bau von Eisenbahnen, da aus Mangel an Beförderungsmitteln große Mengen Kerne im Innern der Kolonien zugrunde gehen. Deutschland führte an Produkten der Ölpalme ein im Jahre 1906:

Palmölfür3765000 Mk.
Palmkernöl 103000
Palmkerne34301000

Zusammen 38169000 Mk.

(Davon wurden wieder ausgeführt nach anderen europäischen Ländern und Nordamerika an Palmkernöl für 11 Millionen Mk.).

Die Ausfuhr unserer Kolonien betrug 1906 aus