Tafel 2.

a) Ganze Pflanze, 1/6 nat. Gr.

b) Rispe mit reifen Körnern, 4/5 nat. Gr.

Sorghum

(Tafel 3).

Das Sorghum ist ein sehr hohes Gras mit starkem Halm, der bis zu sieben Meter Länge erreicht. Der Blütenstand bildet, je nach der Spielart, entweder eine Rispe wie beim Hafer oder er ist kolbenartig, also dem Mais ähnlich. Die Körner sind 4-5 mm lang und 3-5 mm breit. Sie besitzen je nach der Sorte verschiedene Färbung von fast weiß bis rot, dunkelgelb und schwarz.

Das Sorghum liefert für einen großen Teil der Menschheit die tägliche Nahrung. Es ist über weite Teile Asiens und Afrikas verbreitet. Die 300 Millionen Bewohner Indiens und die 360 Millionen Chinas nähren sich vorzugsweise von Sorghumkorn, nicht in erster Linie von Reis, wie man früher annahm. Ebenso findet sich das Sorghum durch fast ganz Afrika in vielen Spielarten. Es dient hier sowohl Menschen als Vieh zur Nahrung. Wegen seiner großen Verbreitung und seines massenhaften Verbrauches in Afrika hat es auch die Namen Negerkorn, Mohrenhirse, Kafferkorn, Guineakorn. Die arabische Bezeichnung ist Durra.

Das Sorghum nimmt mit trockenem, mageren Boden vorlieb und eignet sich deshalb vorzüglicher als irgend eine andere Pflanze zum Anbau in solchen tropischen und halbtropischen Gegenden, wo auf eine kürzere Regenzeit eine langanhaltende Trockenzeit folgt.