Venus im Pelz

Novelle von

Leopold von Sacher-Masoch

Reich illustriert

Preis Mark 5.—

Von allen Werken Sacher-Masochs erfreut sich keines so ausgedehnter Popularität wie „Venus im Pelz“. Sie ist die typischeste Schöpfung ihres Meisters bezüglich alles den tiefsten Wesenskern seiner Individualität Betreffenden, und verdient überhaupt die klassische masochistische Novelle der Weltliteratur genannt zu werden. Besitzt sie schon darum Leben, Reiz und Wert, übertrifft sie durch blendenden Stil und glänzendes Kolorit an sich schon das meiste, was der eminente Sprachkünstler geschaffen, erweckt sie noch aus einem anderen Grunde besonderes Interesse, weil sie eine Episode aus dem Leben ihres Schöpfers erzählt und darum als ein Stück seiner Selbstbiographie gelten darf. — Severin ist Sacher, Wanda — nicht etwa seine spätere Gattin, sondern eine seiner vielen, der österreichischen Aristokratie angehörenden Herzensköniginnen, die er in einem Ischler Hotel kennen lernte, und mit der er später jene wunderliche phantastische Reise nach Florenz unternahm, während welcher er halb gezüchtigter Sklave, halb der in allen Himmeln schwelgende Liebhaber einer strengen Herrin war.

„Habent sua fata libelli“ sagt eine oft zitierte Sentenz. Da sich in keiner der Schriften ihres Verfassers Sachersche Individualität und masochistische Eigenart so rein wiederspiegelt wie in der „Venus im Pelz“, ist es als ein glücklicher Umstand anzusehen, dass gerade dieses Buch Sachers Namen lebendig erhalten hat und erhalten wird.

 Leipziger Verlag G. m. b. H. in Leipzig, 38.