Max Mell in den Grenzboten: Es ist klar, daß alle möglichen anderen Gedichte eher übersetzt werden können als die Verlaines. Denn sie in die deutsche Sprache bringen, heißt einen Eingriff in die künstlerische Existenz eines solchen Gedichtwesens machen. Die Verlaineschen Gedichte müssen ins Französische verzaubert bleiben. Da ist es in tieferem Sinne kein Zufall, sondern Gerechtigkeit, wenn in Deutschland eine schöne französische Ausgabe von Verlaines Gedichten die häßlichen französischen Editionen zu verdrängen sucht. Mit besonderer Freude schlagen wir diesen schlichtprächtigen, anständigen Band auf, in seiner trefflichen Auswahl erneuern wir alten vertrauten Umgang.

Süddeutsche Monatshefte: Der schönste französische Gedichtband, den wir kennen, eine erst nach langen Verhandlungen dem französischen Verleger abgerungene Ausgabe, aus allen Bänden Verlaines ausgewählt. Eine Satzanordnung von erlesener Vornehmheit.

W. FRED: IMPRESSIONEN

Aus dem Tagebuch eines Wanderjournalisten

Geheftet M 3.50, gebunden M 5.–

Inhalt: Vorwort des Journalisten. Aus dem Leben einer großen Tageszeitung. Die Bombe. Palais de glace. Die Ohrfeige. Buster Brown. Der »Herr«. Der kleine Kohn. Das Blumenmedium. Operation. Der Herr von Wien. Wiener Wahltag. Das andere Berlin. Am Start der Flieger. Berliner Wahltag. Cosas de Espana. Stierkampf. Spanische Städte. In der Alhambra. Ein spanischer Sonntag. Spanisches Theater. Florentiner Brief. Winterliche Autoreise durch deutsche Städte. In einer kleinen Stadt. Feiertag im Walde. Die letzten Stationen. Die toten Schiffe.

Hugo von Hofmannsthal über W. Fred: Eine beträchtliche Bildung, und die nicht nach der Studierlampe riecht; einen geübten und soliden Blick für die Weltverhältnisse; einen wahren Weltsinn, weder engherzig noch gesinnungslos; diese drei stellt er in den Dienst der rechten Sache, wenn er für seine Mission ansieht, den Anschluß des Alltäglichen, empirisch Gegebenen an das Bleibende, Geistige, Wesentliche zu vermitteln. – Er schreibt aus dem Heute heraus und für das Heute: da muß er es verstehen, sich Rechenschaft zu geben, was dann tausendfältig dem Heutigen zugrunde liegt, und diese geistige Arbeit geht wiederum ins Uferlose.

FELIX POPPENBERG
TASCHENBUCH
FÜR DIE DAMEN

In Pappband mit Hülse M 3.80, in Seide gebunden M 6.–

Aus dem Inhalt: