Abgang aus Aleppo den 26. Mai 1915.
Ankunft in Pera den 26. Mai 1915.
An Deutsche Botschaft, Konstantinopel.
Aus vollständig zuverlässiger Quelle erfahre ich, daß die Zahl der armenischen Familien, die bisher aus dem Sandschak Marasch und dem östlichen Teil des Wilajets Adana verbannt worden sind, 2000, das sind 10000 Seelen, beträgt. Die Verbannungen werden fortgesetzt. Euerer Exzellenz stelle ich anheim, die Pforte darauf aufmerksam zu machen, daß daraus für die Zukunft Verwickelungen entstehen können. Man sollte nicht Marasch für die Fehler der Armenier im Osten büßen lassen und Unschuldige für die Schuldigen bestrafen. Es ist genug Unglück geschehen, und es wäre an der Zeit, einzuhalten. Wenn man innere Umsiedlung und Kolonisation beabsichtigt, so müßten dafür die nötigen Vorbereitungen getroffen werden.
Rößler.
(Kaiserlich
Deutsche Botschaft.)
Mit Talaat Bey besprochen 29. 5.; der Minister war über die Deportation der Armenier aus Marasch nicht näher unterrichtet und wird sich erkundigen.
Mordtmann.
67.
Office of W. W. Peet, Treasurer of American Missions in Turkey.
Constantinopel.