Die Kaiserliche Regierung wird, wie bisher, so auch in Zukunft es stets als eine ihrer vornehmsten Pflichten ansehen, ihren Einfluß dahin geltend zu machen, daß christliche Völker nicht ihres Glaubens wegen verfolgt werden. Die deutschen Christen können darauf vertrauen, daß ich von diesem Grundsatz geleitet, alles, was in meiner Macht steht, tun werde, um den mir von Ihnen vorgetragenen Sorgen und Wünschen Rechnung zu tragen.

Die Kaiserliche Botschaft in Konstantinopel habe ich von der Entschließung der Missionskonferenz unterrichtet.

von Bethmann Hollweg.

Herrn M. Erzberger, M. d. R., Hochwohlgeboren, hier.

200.

Auswärtiges Amt.

Berlin, den 12. November 1915.

Euere Exzellenz bitte ich, den Bericht eines deutschen Lehrers[101] zum Anlaß nehmen zu wollen, um bei der Pforte erneut gegen die grausame Behandlung der Armenier Verwahrung einzulegen und sie auf die verhängnisvollen Folgen aufmerksam zu machen, die dem türkischen Reiche aus der Fortsetzung einer derartigen Ausrottungspolitik erwachsen müssen.

Jagow.

Seiner Exzellenz dem Kaiserlichen Botschafter
Herrn Grafen Wolff-Metternich, Konstantinopel.