Petersburger Zeitung, herausg. v. Oldekop 1825, Bd. 17 u. 18. — Estona I S. 23: Tagebuch seiner Reise nach Italien. — Dörptsche Beiträge 1816 S. 492 ff. — Baltische Monatsschrift Bd. 36, S. 708 ff.; Bd. 37, S. 30–49 u. 107–130. — W. Neumann, Baltische Maler und Bildhauer des 19. Jahrh. S. 23–26.

Iwansohn, Eduard, aus Dorpat gebürtig, kam 1858 als Zeichner in die lithogr. Anstalt vonL. Höflinger in Dorpat und arbeitete zugleich für die dortige Gesellschaft der Naturforscher, durch die er Mittel zu weiterer Ausbildung erhielt. 1860 und 1861 hielt er sich zu Studienzwecken im Auslande auf. Von ihm: Das Kommersbild der Curonia; lith. vonHöflinger. — Mehrere Blätter zu dem Album von Dorpat und Umgebung; herausg. 1860 v.L. Höflinger. — Porträt Konstantins v. Knorring auf Kamby. Lith. kl. fol. — Porträt des Landmarschalls Gustav Baron Nolcken. Lith. kl. fol. — Porträt eines Unbekannten. Lith. 4 o.

Inland 1860 S. 798. — Sitzungsber. der Naturforscher-Gesellsch. in Dorpat 1861 S. 429, 453, 462.

Iversen, Johann Hermann. Maler. Geb. 8. Oktober 1791; gest. 10. Oktober 1840 in Petersburg, studierte von 1810–1815 Nationalökonomie an der Universität Dorpat und genoss zugleich den Unterricht des KupferstechersC. A. Senff. Er wandte sich schliesslich ganz der Kunst zu, hat aber fast ausschliesslich als Lehrer gewirkt, so am pädagogischen Hauptinstitut, dem dritten Gymnasium und dem Katharinenstift in Petersburg. Bekannt sind von ihm Blumenstücke in Pastell.

Nach Familiennachrichten.

Jacob, der Snytker. Rigascher Bildschnitzer in der zweiten Hälfte des 15. Jahrhunderts. Von ihm wurden Schnitzarbeiten im Ratsweinkeller ausgeführt, auch wurde um 1470 die Rolandssäule von ihm gemacht.

Ausgabebuch der Stadt von 1405–1474 (Anton Buchholtz).

Jantzen, D(avid). Porträt- und Landschaftszeichner und Lithograph, in Riga in den dreissiger Jahren des 19. Jahrhunderts nachweisbar. Von ihm: Das Porträt des Bürgermeisters J. J. Rolssen; lith. vonHauswald in Riga. — Zwölf Blatt „Malerische Ansichten aus Riga und Umgebung“. Lith. v.Hauswald. Qu. fol. Erschienen 1835 in zwei Heften, enthaltend: Ansicht von Bolderaa, Riga mit der Dünabrücke, Schlossplatz, Krautabend in Riga, die von Peter dem Gr. gepflanzte Ulme im Kaiserl. Garten, Wöhrmanns Park, der Börsenplatz, die Petrikirche, das Hungerkummerfest, das Innere der Domkirche, Bienenhof bei Riga, Partie aus Ebels Garten.

Rigasche Stadtbl. 1833 S. 318; 1835 S. 368, 404.

Jensen, Severin. Architekt, ein Däne von Geburt, trat 1772 in die Dienste des Herzogs Peter von Kurland. Sein Hauptwerk ist das schöne Gymnasium illustre in Mitau, das der Herzog in den Jahren 1773–1775 von ihm errichten liess. Zu vermuten ist, dass auch die Ausbauten der herzoglichen Schlösser zu Schwethof und Würzau von ihm herrühren. Nach der Abdankung des Herzogs trat er in russische Dienste als kurländischer Gouvernementsarchitekt, gab das Amt aber 1803 auf und ging nach Italien, wo er am Schlossbau zu Caserta beschäftigt gewesen sein soll.