Kalpus, Hermann, s.Calpus.

Karing, Georg Rudolf. Maler. Geb. 1807 in Riga; gest. daselbst 9. Juli 1858, war Schüler des Malers W. Hensel in Berlin und liess sich 1840 in Riga nieder, wo er Unterricht im Zeichnen und Malen erteilte. Neben dem historischen Genre beschäftigte er sich hauptsächlich mit Porträtieren. Von seinen Bildern erwähnen wir: Heinrich dem Vogler wird die Kaiserkrone dargebracht, 1837 in Berlin gem. Die Farbenskizze in der Gal. Brederlo, Riga. — Peter der Gr. als Schiffszimmermann in Saardam, gem. 1838 als Konkurrenzbild um den Demidowpreis der Petersburger Akad. K. erhielt den Preis nicht; ihm fehlte eine Stimme. — Porträt des Oberpastors D. G. von Bergmann, 1839; lith. v.G. v. Budkowsky, 1840. — Porträt des Aeltermannes der St. Johannisgilde in Riga Joh. Jak. Wiesemann. — Altargemälde für die Kirche zu Sissegal, 1846.

Rigasche Stadtbl. 1839 S. 6, 233 ff.; 1840 S. 30, 386; 1846 S. 368; 1858 S. 142, 234, 259. — Inland 1858 S. 606.

Kelberg, Alexander Otto. Maler. Geb. 10. September 1815 in Reval; gest.? trat 1835 in die Dresdner Akademie und verliess sie 1837, um nach Düsseldorf zu gehen. 1843–1846 war er Zeichenlehrer am Gymnasium in Reval.

Kellar, James. Maler. Geb. 1750 in London; gest. 1810 in Riga, war der Sohn eines englischen Obersten, studierte in Oxford, bereiste Frankreich und Italien und widmete sich in Rom der Malerei. Vorübergehend nahm er Militärdienste, diente auf Minoria, Madras und in Amerika und kam 1783 nach Riga, wo er sich wieder mit Malerei und hauptsächlich mit Miniaturmalerei zu beschäftigen begann. 1785 ging er nach Petersburg und wurde hier 1788 von der Akad. zum akad. Künstler ernannt. Er kehrte in demselben Jahre nach Riga zurück und übernahm hier 1793 das Amt eines Zeichenlehrers an der Domschule. 1804 wurde er in gleicher Eigenschaft am Gymnasium beschäftigt und 1809 emeritiert.

Programm der Rigaschen Domschule: Gesch. des Rigaschen Gymnasiums 1829.

Kellner, Johann Friedrich, lebte in der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts in Reval und wird als „Conterfeyer“ gerühmt; mehr als 30 Jahre stand er an der Spitze des Maleramts daselbst.

Revaler Ratsarchiv. Akte B. f. VI. 33.

Kelterborn, Adolf. Porträtmaler, stammte aus Stettin. Er hatte seine Studien in Königsberg und Berlin gemacht und hielt sich seit der Mitte der vierziger Jahre bis 1859 mit geringen Unterbrechungen in Kurland, grösstenteils in Goldingen auf. Ausser einer Anzahl von Bildnissen ist ein Bild „Schlitten fahrende Kinder“ von ihm bekannt.

(J. Döring.)