Schloss Wenden. — Dasselbe in grösserem Masstabe. — Schloss Ronneburg (in zwei Grössen). — Schloss Kokenhusen. — Dasselbe in anderer Darstellung. — Schloss Ringen. — Der innere Hof der Burg Treiden. — Marienburg in Livl. — Helmet. — Neuhausen (Stiche zu dem von ihm herausg. Werke: Denkmäler aus der Vorzeit Liv- und Estlands. Heft 1 Riga und Dorpat 1821. Heft 2 ibid. 1827. 4 o. Zum zweiten Heft schrieb den Text J. G. D. Schweder).
Unveröffentlichte Stiche, z. T. für die Fortsetzung der „Denkmäler“ bestimmt: Neuhausen — Ronneburg — Das Aatal mit Burg Treyden — Das Brigittenkloster bei Reval. — Kloster Padis in Estland. — Die Domruine zu Dorpat.
Landschaften: Quistental bei Dorpat. — Wohnhaus in Panten. — Herberge in Panten (oder Lehlen). — Die Eiche des Thutergesindes beim Gute Lehlen. — Bauernbadestube in Üllenorm bei Dorpat. — Altlivländischer Burgberg. — Parklandschaft. — Haus hinter einer Anhöhe. — Dasselbe in grösserem Format. — Haus mit zerstörtem Dach an einem Teich (vielleicht Motiv aus Panten). — Kreuz am Meeresstrande, nach dem Müllerschen Roman „Kraft der Weihe“. — Haus mit Ausbau. — Wassermühle. — Haus im Mondschein. — Ein Weib zu Pferde, neben ihr ein Mann mit einem Hunde; im Hintergrunde ein Schloss. — Drei Linden in Panten. — Wassermühle. (Ein Teil der Platten, im Bes. des Hn. Ritterschaftsbibliothekars C. v. Löwis in Riga).
Allgem. Schriftsteller- und Gelehrtenlex. der Prov. Liv-, Est- und Kurland. — K. L. Blum, Ein Bild aus den Ostseeprovinzen oder Andreas v. Löwis of Menar. Berlin 1846.
Londicer, Ernst Wilhelm. Maler. Geb. um 1655 in Reval als Sohn des aus Schottland stammenden Kommandanten von Reval Georg L.; gest. vor dem 9. November 1697, wahrscheinlich an der Pest. Er sollte sich wissenschaftlichem Studium widmen, wie er gelegentlich in einem Schreiben an den Revaler Rat mitteilte, wandte sich aber der Kunst zu, die er, allem Anschein nach, in Deutschland und Holland gelernt hat. Zu Beginn der achtziger Jahre ist er wieder in Reval nachweisbar, erhält hier viele Aufträge und wird zum Maler der estländischen Ritterschaft ernannt. Sein Porträt von P. Schenck in Schwarzkunst ausgeführt, trägt die Unterschrift: Ernest. Guilel. Londicer. Nob. Ord. pr. Eston. Equestr. Pictor. Von ihm: Das Portr. des livl. Generalsuperintendenten Mag. Joh. Fischer, gem. 1686. (Bes. Dommus. Riga. Auch in Kupfer gest. 1693). — Das Portr. des grossen Kurfürsten (Bes. Schwarzhäuptergesellsch. Reval). — Nach ihm gestochen ist das Titelblatt der 1695 in Rudolstadt gedruckten livl. Chronik des Pastors Christ. Kelch; gest. v. Jacob v. Sandrart. — Desgl. das Portr. des Revalschen Superintendenten Mag. Joach. Salemann. — Die Domkirche zu Reval besass von ihm ein Abendmahl und eine Kreuzigung, 1695/96 gem. Sie wurden 1881 durch eine Kreuzigung vonE. v. Gebhardt ersetzt. — Die Portrs. der schwedischen Gouverneure Bengt Horn und Andreas Torstensohn werden, als von ihm gemalt, in einem seiner Schreiben an den Revaler Rat genannt.
W. Neumann, Ernst Wilhelm Londicer. Ein Revaler Maler des 17. Jahrh. Revaler Beobachter 1895 Nº 198 und 199. In beschränkter Zahl mit Portr. des Malers auch als Separatabdruck erschienen. — Derselbe: Kunstbeilage des Rigaer Tageblatts 1908 Nº 3 S. 10 ff., mit Abbildungen.
Loudon, Elise Baronesse v. Malerin. Geb. 11. Januar 1852 in der Nähe von Mitau, von 1867–1870 Schülerin des MalersJul. Döring in Mitau, trat nach einem Besuche Deutschlands, Italiens und Frankreichs 1883 als freie Zuhörerin in die Petersburger Akad. und ging 1887 nach Paris, wo sie Schülerin von J. Lefèvre und Boulanger wurde, gleichzeitig auch unter Bogoljubow arbeitete. Im Herbst 1888 liess sie sich in Petersburg nieder, zog aber bald nach Florenz, das sie seit jener Zeit zu ihrem ständigen Wohnsitz erkoren hat und wo sie neben künstlerischen auch kunstwissenschaftlichen Arbeiten obliegt. Sie hat sich eingehend mit dem Studium und der Rekonstruktion der Fresken des Andrea del Sarto beschäftigt u. mehrere tüchtige Porträts gemalt.
W. Neumann, Balt. Maler u. Bildh. d. 19. Jahrh. S. 144–146.
Lynen, Johann von der. Maler. Gest. um 1522, vielleicht identisch mit dem MalerJohann (der lange her Johann) s. d. Er malte 1466/67 ein Marienbild für das Rathaus in Riga, wofür er 11 Mark Rig. erhielt. 1470/71 erhält er für die malerische Ausstattung einer „Scheibe“ für die St. Petrikirche zu Riga 4 Mk. Rig. Nach den Rigaschen Erbebüchern erwarb Joh. v. d. L. am 14. XII. 1509 ein Haus in der „schohstrate“ (jetzt Scheunenstr.). Er ist vor dem 15. September 1522 gest., denn an diesem Tage verkauft der Bürgermeister Wilh. Tideken als Vormund seines nachgelassenen Sohnes Lorenz das von ihm erworbene Haus.
Kämmereibuch und Erbebuch der Stadt Riga II. 218.