Inland 1849 S. 130. — W. Neumann, Balt. Maler und Bildhauer d. 19. Jahrh. S. 67–68.

Söffrens, Nikolaus d. Ä. Bildhauer, seit 1656 in Windau als herzoglicher Bildhauer nachweisbar; gest. um 1694 in Windau. Er wurde hauptsächlich als Schnitzer von Gallionbildern beschäftigt.

W. Neumann, die kurländischen Bildhauer Nikolaus Söffrens, Vater und Sohn. Sitzungsber. d. Gesellsch. f. Gesch. und Altertumskunde Riga, 1896. — Derselbe in: Rigasche Stadtbl. 1895 Nº 8.

Söffrens, Nikolaus d. J. Bildhauer. Geb. 4. Juni 1662 in Windau als Sohn desVorigen; gest. 5. August 1710 daselbst an der Pest, erlernte die Kunst bei seinem Vater und wird sich auf Reisen weitergebildet haben. Mit 22 Jahren trat er als Gehilfe des Vaters in die Dienste des Herzogs Jakob von Kurland und rückte nach dem Tode des Vaters in dessen Stelle ein. Als seine Hauptarbeiten sind bekannt: Der geschnitzte Altar der St. Annenkirche zu Libau, inschriftl. 1697 von ihm angefertigt. — Altar und Kanzel der Kirche zu Landsen in Kurland, 1701 vollendet.

Spörer, Eduard. Landschaftsmaler. Geb. 12. Juni 1841 in Reval; gest 10/22. November 1898 in Düsseldorf, besuchte von 1859–1868 die Petersburger Akad. und zog 1870 nach Düsseldorf. Von hier unternahm er Studienreisen nach Rügen, besuchte Paris und bereiste die Bretagne und die Normandie. Besonders durch seine Bilder aus der Bretagne erregte er Aufmerksamkeit. In den neunziger Jahren machte er Studien auf der Insel Jersey, dann auch in der Schweiz, im Rhonetal und am Niederrhein. Das städt. Mus. zu Riga besitzt von ihm eine Ansicht von der normannischen Küste. Im Wallraf-Richartz-Mus. zu Köln ebenfalls ein Bild von der normannischen Küste.

Dünaztg. 1892 Nº 260; 1899 Nº 61. — Kunst f. Alle XIV. S. 109. — Наши художники II S. 267. — W. Neumann, Balt. Maler u. Bildhauer des 19. Jahrh. 154–155.

Spörer, Ludwig. Architekt. Bruder desVorigen, wurde auf der Petersburger Akad. ausgebildet und verliess dieselbe 1864 mit der grossen gold. Med. als Pensionär. Von seinen Reisestudien hatte er 1888 eine Ansicht aus Pompeji, den Tempel zu Pästum und die Hagia Sophia in Aquar. ausgestellt.

Spohr, Friedrich Wilhelm. Maler. Geb. 18. März 1797 in Riga; gest. daselbst 28. September 1877, bildete sich auf den Akademien zu München und Dresden bis um 1839. Seit jener Zeit lebte er in Riga, erteilte auch seit 1867 den Unterricht im Zeichnen an verschiedenen Instituten. Ihm wurde der Titel eines Professors der Zeichenkunst verliehen. Er malte Porträts und Landschaften.

Rigasche Stadtblätter 1824 S. 374; 1838 S. 370; 1841 S. 321. — Rigasche Ztg. 1880 Nº 242. — Ztg. f. Stadt und Land 1877 Nº 36.

Sprengel, Theodor Albert. Maler. Geb. 30/18. September 1832 zu Wallershausen bei Duderstädt am Harz; gest. zu Reval 21. Juni 1900, war 1850 Schüler der Dresdner Akad., 1852 in Düsseldorf Schüler von Th. Hildebrand. 1856 folgte er einer Aufforderung nach Finland als Zeichenlehrer der Behmschen Erziehungsanstalt in Wiborg und übernahm, nachdem er das Examen zur Erlangung des Grades eines freien Künstlers bei der Petersburger Kunstakad. abgelegt hatte am 1. August 1866 das Amt eines Zeichenlehrers am Revalschen Gouvernementsgymnasium. Neben seiner Berufstätigkeit — er unterrichtete auch an anderen Instituten — war er literärisch tätig. Er veröffentlichte kleine Novellen, meist Übersetzungen aus dem Schwedischen, und verschiedene Gedichte. Die Dichtung „Wilde Blüten“ gibt Schilderungen aus seinem Leben. Ausser mehreren Bildnissen von ihm: Der Empfang des ersten lutherischen Predigers in Reval durch den Rat der Stadt; 1869 gem. Im kleinen Saal der Börsenhalle in Reval.