Inland 1851 S. 655; 1857 S. 428. — Rigasche Ztg. 1881 Nº 8. — Goldinger Anzeiger 1881 Nº 2. — Mitausche Ztg. 1881 Nº 5. — W. Neumann, Balt. Maler und Bildhauer d. 19. Jahrh. S. 80–82.

Stegemann, Magnus Friedrich. Maler. Geb. 1. März 1785 in Dorpat; gest. 27. Januar 1861 zu Wenden, studierte von 1804–8 an der Universität Dorpat und widmete sich unterK. A. Senff der Kunst. 1812 übernahm er das Amt eines Zeichenlehrers am Gouvernementsgymnasium in Riga, das er bis 1847 inne hatte. Er liess sich später in Werro nieder. Von ihm u. a. das Portr. des Dichters K. Petersen, 1811. Lith. von C. Walther, 1823. Das Dommuseum zu Riga besitzt von ihm ein Porträt des Kunstgärtners I. H. Zigra.

Rigasche Stadtbl. 1837 18. August; 1840 S. 115; 1842 S. 17; 1847 S. 202; 1853 S. 300; 1855 S. 309. — Inland 1842 Nº 2; 1861 Nº 96. — Zur Geschichte des Gouvernements-Gymnasiums in Riga S. 13.

Stegmann, Ulrich Ewald. Maler. Lebte im letzten Viertel des 18. Jahrh. in Mitau. Er wird genannt in der „Beschreibung der grossen Illumination in Mitau am 19. November 1779“ (Mitauer Mus. Manuskriptsamlg. Nr. 1317 S. 4). Eine Mondscheinlandschaft von ihm soll sich im Besitz des MalersM. A. Michelsohn in Riga befunden haben.

Mitauer Ztg. 1787 v. 27. April. 24 Stück. (J. Döring).

Stempel, Sophie Angelika v. Malerin. Geb. 13. Mai 1827, Tochter des kurländ. Oberburggrafen Gideon v. St. war von 1845–54 Schülerin des MalersJul. Döring in Mitau, trat 1856 in das Damenatelier des Prof. Ehrhardt in Dresden und arbeitete gleichzeitig unter dem Landschafter Rob. Kummer. Sie lebt abwechselnd in der Heimat und in Dresden. Von ihr: Betendes Kind. — Die Marien am Grabe. Altargem. f. d. Kirche zu Jakobstadt. 1883 in Dresden gem. usw.

J. Döring.

Stenbock, Graf Magnus v. Maler. Geb. 1806 in Reval; gest. 1836 in Düsseldorf, ging 1826 zum Studium der Kunst nach Dresden, später nach Düsseldorf, wo er sich an Lessing anschloss, und dann nach Italien. Die meisten seiner Bilder, Studien und Skizzen befinden sich in Familienbesitz, einige kamen in den Besitz des Königs Friedrich Wilhelm IV., der als Kronprinz dem Künstler nahegetreten war. Auch der Konsul Bethmann besass eine Anzahl Arbeiten seiner Hand. Eine Räuberfamilie (kam in den Besitz des Prinzen August v. Preussen). — Betendes Mädchen. 1835 (wurde angekauft v. Kunstverein für Rheinland und Westfalen). — Landsknechte in ihrem Lager bedroht. 1836, im Mus. zu Danzig. — Wegelagerer aus dem 30 jähr. Kriege. Letztes Bild des Künstlers; war 1838 in Reval ausgestellt.

Inland 1838 S. 219. — W. Müller v. Königswinter, Düsseldorfer Künstler der letzten 25 Jahre. 1854 S. 195.

Stern, Friedrich Siegmund. Zeichner und Lithograph. Geb. 1803 in Livland; gest. 10. Mai 1889 in Riga, Schüler der Kunstakad. in Petersburg, erhielt 31. VIII. 1838 den Rang eines freien Künstlers. Er liess sich in Dorpat nieder, wo er anfänglich im AtelierFr. L. v. Maydells tätig war, aber beschäftigte sich vorherrschend mit der Lithographie. 1841 übernahm er das Amt eines Zeichenlehrers an der adeligen Kreisschule in Arensburg. Seit 1861 war er auch an dem aus der Kreisschule hervorgegangenen Progymnasium tätig. Von ihm: Ansichten aus der Livländischen Schweiz: Ruine der Katharinenkirche zu Wenden. Schloss Treyden, 1833. Lith. vonF. Schlater. 4 o. — Ansicht von Werro. Lith. gr. fol. 1838 in Riga ausgest. — Zwei Ansichten aus Arensburg: Adelige Kreisschule und Marktplatz. Lith. qu. 8 o. — Vier Ansichten aus Arensburg: Ritterhaus, Marktplatz, bischöfliches Haus, Festung. Lith. 1859 qu. 8 o. — Die Trachten der 12 Kirchspiele des Oeselschen Kreises. Farb. Lith. in gr. 8 o (a-b. Anseküll; c-f. Jama; g. Karris; h-i. Kielkond; k-l. Mohn; m-p. Mustel; q-r. Pyha). Erschienen 1858–1864.