Noch nie hatte ich dieses Lied gehört, dessen Komposition ebenso tief gedacht, so harmonisch und melodisch richtig, als wunderbar und geheimnisvoll zu nennen. Der Meister ist, soviel ich weiß, nicht bekannt geworden, doch schreiben viele dieses Lied dem großen Händel zu, andere dagegen behaupten, daß es lange, lange vor Händels Zeit schon existiert habe, da nach der Chronik von Wittenberg es schon gesungen worden, als Prinz Hamlet noch Fuchs gewesen. Doch gleichviel, wer es gemacht hat, das Werk ist groß und unsterblich und vorzüglich zu bewundern, wie die in den Chor eingeflochtenen Solos den Sängern freien Spielraum lassen zu den anmutigsten, unerschöpflichsten Veränderungen. Einige dieser Veränderungen, die ich in dieser Nacht hörte, habe ich treu im Gedächtnis behalten.

Als der Chor geendet, fiel ein schwarz und weiß gefleckter Jüngling ein:

Gar zu spitzig klafft der Spitz,
Gar zu grob der Pudel;
Jenem gönnt den Steiß zum Sitz,
Dem die Schnauz' zum Hudel.
Chor. Ecce quam etc. etc.

Darauf ein Grauer:

Höflich zieht die Mütz vom Kopf,
Kommt Philister gangen!
Froh gebärdet sich der Tropf,
Will vor nichts ihm bangen.
Chor. Ecce quam etc. etc.

Darauf ein Gelber:

Schwimmen muß der muntere Fisch,
Vögelein muß fliegen.
Floss' und Federn wachsen frisch;
Werd't sie nimmer kriegen.
Chor. Ecce quam etc. etc.

Darauf ein Weißer:

Miaut und knurrt und knurrt und miaut,
Nur beileib' nicht kratzen;
Seid galant, daß man euch traut,
Schonet eure Tatzen.
Chor. Ecce quam etc. etc.