[Abb. 226] zeigt die Anordnung der weiteren Teile des Telephons. Die primären Spulen (B, a und b), — die in der Abbildung übrigens versehentlich anstatt oval mit kreisrundem Schnitt gezeichnet sind, wie auch die Löcher in a und b oval sein müssen — klemmen wir zwischen zwei Brettchen c und c, die wir mittels der Holzschrauben x, y und z zusammenziehen. Auf diese Brettchen leimen wir eine aus Zigarrenkistenholz gesägte runde Scheibe (C, I), die zwei ovale Öffnungen (a und b) hat, um die beiden Primärspulen des Magneten durchzulassen. Bei A sehen wir die primären Spulen a und b, das vordere Brettchen c, die Köpfe der drei Schrauben x, y und z (in der Ansicht) und die Scheibe I (im Schnitt) an dem Elektromagnet befestigt.

Abb. 226. Die einzelnen Teile zum Telephon.

Am Rande der Scheibe I errichten wir vier oder sechs nicht zu schwache Holzsäulen S, die in gleichmäßigen Abständen von unten her festzuschrauben sind. Diese Säulen müssen einen Rahmen R tragen, der genau so hergestellt wird, wie der Rahmen R des Mikrophons ([Abb. 222]). Sein äußerer Durchmesser sei gleich dem der Scheibe I, sein innerer mindestens 7 cm. Genau in die Mitte der Pergamentmembrane m, auf die von den Magnetpolen abgewendete Seite, ist ein dünnes kreisrundes Blechscheibchen e aufzukleben, dessen Durchmesser 4 bis 4,5 cm, also etwas mehr betragen soll, als der Abstand der äußeren Ränder der Polenden des Elektromagneten. Die Blechscheibe schneide man aus möglichst dünnem Weißblech mit einer gewöhnlichen Schere aus und achte dabei darauf, daß die Scheibe völlig eben und frei von Beulen bleibe. Das Aufleimen geschieht mit gewöhnlichem Tischlerleim oder Schellack.

Darauf wird ein hinreichend langer Streifen Pergamentpapier, der so breit ist, als die Säulen S hoch sind, etwas angefeuchtet, mit einem Ende an einer der Säulen angeklebt, dann mehrmals außen um die übrigen Säulen herumgewunden, und schließlich wird sein Ende wieder angeklebt. Es entsteht dadurch zwischen den Säulen ein völlig geschlossener Raum, in welchem die Magnetpole mit den sekundären Spulen eingeschlossen sind.

An den Brettchen c und c bringen wir noch vier kleine Klemmschrauben α, β, γ und δ an. In der [Abb. 226] sind die Klemmen β und δ so gezeichnet, als säßen sie auch an c, während sie an dem verdeckten c zu befestigen sind. Die Drahtenden der primären Spule werden an α und β, die der sekundären an γ und δ angelötet. Wo es sich irgend ermöglichen läßt, sollen Drahtverbindungen immer angelötet werden.

Abb. 227. Schnitt durch den Schallbecher.

Wir müssen jetzt noch über der Membrane einen Schallbecher anbringen. Wer eine Drehbank besitzt, dreht sich den Schallbecher aus einem Stück Holz. Wir können ihn aber auch ohne Drehbank sehr einfach auf folgende Weise herstellen. Wir sägen aus dünnem Zigarrenkistenholz oder aus starkem Pappendeckel sieben runde Scheiben (1 bis 7 in [Abb. 227]) von der Größe der in [Abb. 226] c dargestellten und versehen jede mit einer einzigen zentralen Öffnung; die in Nr. 1 soll 1,5 bis 2 cm Durchmesser haben, die von Nr. 2 etwas mehr u. s. w. bis bei Nr. 7 der Durchmesser 6 bis 7 cm groß ist. Diese sieben Brettchen — wenn wir dickere Brettchen verwenden, genügen auch fünf — werden, wie aus [Abb. 9] zu erkennen ist, aufeinandergeleimt; dann feilen wir die Kanten der treppenartigen Innenseite (in [Abb. 227] rechts) etwas rund (in [Abb. 227] links) und leimen den Schalltrichter auf den Ring R auf.

Die Entfernung der Membrane von den Magnetpolen soll 0,5 bis 1 mm betragen; jedenfalls darf sie nicht zu nahe stehen, so daß sie durch die Anziehung des Elektromagneten auf das Blechplättchen mit den Magnetpolen in Berührung kommt. Man kann den Abstand leicht regulieren, indem man die Schrauben x, y, z (in [Abb. 226]) etwas lockert, die Membrane mit dem ganzen Gehäuse in die richtige Lage bringt und danach die drei Schrauben wieder fest anzieht.