Um schlechte Kontaktstellen zu vermeiden — an solchen könnten bei starken Strömen schädliche Lichtbogen auftreten — stelle man die Verbindung der Drähte mit dem Graphitstab folgendermaßen her. Man windet einen mit Glaspapier gereinigten etwa 0,6 mm starken, weichen Kupferdraht an der betreffenden Stelle in fünf regelmäßigen Windungen fest um den Graphitstab herum und dreht dann den Anfang und das Ende dieses Drahtstückchens fest zusammen. Auf diese Umwickelung wird dann ein starker (1 bis 1,5 mm) Kupferdraht aufgelötet, der zu den Kontaktköpfen führt.

Dieser Sonderrheostat wird zwischen dem siebten Kontaktkopf und der Klemme F eingeschaltet.

Da der eben beschriebene Apparat wohl allen Anforderungen des jungen Lesers genügt, so will ich mit der Beschreibung anderer Konstruktionen keine Zeit verlieren; sie seien nur der Vollkommenheit wegen kurz erwähnt:

Der Rheostat mit Nickelin oder Konstantandrähten ist im Prinzip genau so konstruiert wie der Graphitrheostat. Die Drähte werden aber nicht in Gips eingelegt, sondern zu Spiralen gedreht, die in Holzrahmen ausgespannt werden. [Abb. 234] zeigt eine derartige Einrichtung.

Abb. 234. Nickelinrheostat.

Abb. 235. Glühlampenrheostat.

[Abb. 235] zeigt einen Glühlampenrheostat. Je mehr Glühlampen nebeneinander in einen Stromkreis eingeschaltet werden, desto geringer wird der Widerstand. Mit der Zahl der hintereinander eingeschalteten Lampen wächst der Widerstand. Bei dem in [Abb. 235] gezeichneten Apparat können 1 bis 20 Lampen nebeneinander in einen Stromkreis eingeschaltet werden.

Es ist vorteilhaft, wenn die Widerstände, mit denen man arbeitet, geeicht sind. Über das Messen von Widerständen siehe [Seite 109].